Ein Mathematikprofessor einer israelischen Universität sitzt in Untersuchungshaft, weil er laut Vorwürfen Anschläge auf Hunderte arabische Israelis oder Palästinenser geplant haben soll. Die Staatsanwaltschaft beantragte, dass er bis zum Ende der Ermittlungen in Untersuchungshaft bleibt.
Der Mann, der an der Bar-Ilan-Universität bei Tel Aviv Mathematik unterrichtet hat, wurde vor rund zwei Wochen festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, die Attacken „aus nationalistischen Gründen“ geplant zu haben.
Nach Darstellung des Berichts soll er damit nicht nur Angriffe vorbereitet, sondern auch erreichen wollen, Nichtjuden aus dem Land zu drängen. Der Professor ist demnach etwa 60 Jahre alt.
Medienberichte zufolge versuchte er außerdem, „72 jüdische Terroristen“ für den Plan zu rekrutieren. Diese sollten demnach verdeckte Unterstützung von radikalen Mitgliedern der israelischen Armee oder von rechtsgerichteten Politikern erhalten.
Die angeworbenen Personen sollten laut Bericht mit Pistolen, Gewehren, Äxten und Hämmern bewaffnet werden und koordinierte Massenangriffe auf gemischte und arabische Ortschaften verüben. Zugleich sei es ihm nicht gelungen, weitere Personen oder den rechten Politiker Moshe Feiglin für das Vorhaben zu gewinnen.
Laut Times of Israel hat der Verdächtige sein Vorhaben gegenüber den Ermittlern gestanden. Feiglin habe zunächst freundliche Nachrichten erhalten, später aber erpresserische Drohungen, die er an die Polizei weitergeleitet habe.
Die Bar-Ilan-Universität erklärte, sie sei „zutiefst bestürzt“, und suspendierte den Professor.


