Netanyahu bei Gedenkfeier zum 7. Oktober – neue Gefechte in Gaza und im Westjordanland

Oktober 6, 2026 00:46
Benjamin Netanyahu speaks at a podium during a memorial ceremony, with Israeli flags behind him.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat an einer staatlichen Gedenkfeier zum dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 teilgenommen. Zugleich meldeten israelische Streitkräfte weitere Kampfhandlungen im Gazastreifen und im Westjordanland.

Netanyahu sagte bei der Zeremonie: „Wir haben enorme Fortschritte erzielt, aber es liegen noch Aufgaben vor uns, und wir beabsichtigen, diese zu erfüllen“.

In Israel wurde am Montag nach dem jüdischen Kalender ein nationaler Gedenktag für die Opfer des Hamas-Angriffs begangen. Öffentliche Gebäude hissten die Fahnen ab 6.29 Uhr auf Halbmast – zu jenem Zeitpunkt, der als Beginn des Massakers am 7. Oktober 2023 beschrieben wird.

Das israelische Militär teilte mit, es habe in Gaza einen Hamas-Kommandanten getötet. Nach Darstellung der Armee handelte es sich um ein Mitglied der Nukhba-Einheit, das am 7. Oktober nach Israel eingedrungen sei.

Die Armee erklärte zudem, die Tötung in Gaza sei ein Verstoß gegen die Waffenruhe. Welche Folgen das für die seit Oktober des Vorjahres vereinbarte Feuerpause hat, blieb in dem Bericht offen.

Im Westjordanland stoppten israelische Soldaten nahe Hebron nach eigenen Angaben einen versuchten Autoangriff, indem sie Schüsse abgaben. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium wurde dabei ein 38-jähriger Palästinenser getötet, zwei weitere Männer wurden schwer verletzt.

Das Material nennt für den Angriff vom 7. Oktober 2023 1.221 Tote und 251 Verschleppte in den Gazastreifen. Für den anschließenden Krieg führt der Bericht zudem mehr als 74.200 Tote in Gaza an, die nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums auf die israelische Militäroffensive zurückgehen. Hamas-Behörden sprechen wiederum von mehr als 1.440 Toten seit Inkrafttreten der Waffenruhe.

Die politische Zukunft des Gazastreifens bleibt damit weiter unklar. Der im Bericht erwähnte, von den USA unterstützte Friedensplan sieht unter anderem vor, dass Hamas entwaffnet wird, israelische Soldaten sich aus Gaza zurückziehen und eine Übergangsverwaltung aus Technokraten die Verwaltung übernimmt.

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