Nach einem weiteren russischen Angriff auf die Ukraine nahe der polnischen Grenze ist Personal von den polnischen Grenzübergängen in Hrubieszów und Dorohusk evakuiert worden. Polens Ministerpräsident Donald Tusk erklärte am 24. September 2026, die regelmäßigen russischen Attacken schafften Risiken für Polen und machten zusätzliche Vorbereitungen erforderlich.
Tusk verwies dabei auf einen Angriff, der sich in der Nähe der polnischen Grenze ereignet habe. Die Evakuierung betraf nach den vorliegenden Angaben die Beschäftigten an den Übergängen, nicht eine dauerhafte Schließung der Grenzstellen. Die beiden Orte liegen an der polnisch-ukrainischen Grenze und gehören zu den Punkten, an denen der grenzüberschreitende Verkehr zwischen beiden Staaten abgewickelt wird.
Die Erklärung des Regierungschefs wurde am 24. September von polnischen Medien verbreitet. In dem Bericht über Tusks Erklärung zu den Grenzübergängen wird die Evakuierung mit dem neuerlichen russischen Angriff auf ukrainisches Gebiet in Grenznähe verbunden.
Warschau fordert engere Zusammenarbeit mit der Ukraine
Tusk rief zu einer stärkeren Zusammenarbeit mit der Ukraine auf. Zugleich warnte er die europäischen Partner, sie müssten sich auf schwierige kommende Monate vorbereiten. Als potenziell besonders kritischen Zeitraum nannte der polnische Ministerpräsident den Herbst und den Winter.
Nach seinen Angaben zeigt Russland keine Bereitschaft, die Aggression zu fairen Bedingungen zu beenden. Tusk stellte die jüngste Evakuierung damit in den Zusammenhang der regelmäßigen russischen Angriffe auf die Ukraine und ihrer Nähe zum polnischen Staatsgebiet. Eine unmittelbare Beschädigung polnischer Einrichtungen wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Die polnische Regierung behandelt die Entwicklung damit nicht ausschließlich als Vorgang auf ukrainischem Territorium. Die Nähe der Angriffe zur Grenze führt nach Tusks Darstellung zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen auf polnischer Seite. Dazu gehört die zeitweise Räumung von Personal an den Grenzübergängen in Hrubieszów und Dorohusk.
Risiken für Grenzverkehr und Infrastruktur
In den vorliegenden Einschätzungen werden neben der Sicherheit der Beschäftigten auch mögliche Belastungen für die Grenzinfrastruktur und die Verkehrswege angesprochen. Wiederholte Angriffe in Grenznähe könnten die Arbeit an Übergängen erschweren und den Ablauf des Verkehrs zwischen Polen und der Ukraine beeinträchtigen. Als betroffen werden dabei nicht nur die physische Sicherheit von Menschen, sondern auch logistische Verbindungen, Handel und die Unterstützung der Ukraine genannt.
Die Angaben verweisen außerdem auf einen wachsenden Aufwand für den Schutz der polnischen Grenze. Genannt werden die Sicherung der Grenzbereiche, die Luftverteidigung und der Schutz vor Drohnen sowie die Vorbereitung auf mögliche weitere Zwischenfälle. Die Evakuierung in Hrubieszów und Dorohusk wird dabei als konkreter Anlass für diese Maßnahmen angeführt.
Polen ist als Mitglied der NATO unmittelbar in die sicherheitspolitische Lage an der östlichen Grenze des Bündnisses eingebunden. Der vorliegende Fall betrifft jedoch nach den verfügbaren Informationen eine Reaktion auf einen russischen Angriff nahe der polnischen Grenze und nicht einen bestätigten Angriff auf polnisches Hoheitsgebiet.
Die polnischen Behörden erwarten nach den vorliegenden Angaben weitere Herausforderungen für die Grenzinfrastruktur. Tusk verband seine Warnung deshalb mit dem Appell an die europäischen Partner, sich auf die kommenden Herbst- und Wintermonate einzustellen. Der Betrieb der betroffenen Übergänge und die Sicherheitslage an der Grenze bleiben damit Gegenstand der laufenden Beobachtung.


