American Eagle verteidigt Werbung mit Sydney Sweeney amid Boykottaufrufen
Die US-Jeansmarke American Eagle steht hinter ihrer umstrittenen Werbekampagne mit der Schauspielerin Sydney Sweeney, die den Slogan „Sydney Sweeney Has Great Jeans“ trägt. Nachdem die Kampagne in den sozialen Medien für hitzige Debatten sorgte, betonte der Modekonzern auf Instagram, dass es bei der Werbung ausschließlich um Jeans gehe.
Die Kampagne, die ein Wortspiel zwischen „Jeans“ und „Gene“ nutzt, zeigt in einem Clip Sweeney, die erklärt: „Gene werden von den Eltern an ihre Nachkommen weitergegeben und bestimmen oft Merkmale wie Haarfarbe, Persönlichkeit und sogar Augenfarbe. Meine Jeans ist blau.“ Die Verbindung zwischen den beiden Worten hat bei vielen Nutzern Fragen aufgeworfen.
Vor allem die Darstellung von Sweeney, die als blonde, blauäugige, weiße Frau auftritt, hat zu Kritik in sozialen Medien geführt. Ein User äußerte, dass der Fokus auf ihre „perfekten Gene“ seltsam erscheine. Doch es gab auch zahlreiche Unterstützer für die Schauspielerin, die sich gegen die Boykottaufrufe aussprachen.
Politische Reaktionen und Kulturdebatte
Das Thema hat sogar das Interesse des Weißen Hauses geweckt. Kommunikationsdirektor Steven Cheung äußerte sich auf der Plattform X und bezeichnete die Boykottforderungen als übertrieben und als Produkt einer „Cancel Culture“, die in den USA vor den Präsidentschaftswahlen 2024 auf Widerstand stößt. Viele Amerikaner hätten genug von diesem „verdrehten“ Denken.
American Eagle macht deutlich, dass ihre Kampagne eine Feier der Vielfalt ist und dass großartige Jeans jedem gut stehen. Die Reaktionen auf die Werbung reflektieren nicht nur die Ansichten zu Sweeney, sondern spiegeln auch breitere gesellschaftliche Debatten über Rasse, Gender und das Marketing in den sozialen Medien wider.


