Nach Großangriff auf Kiew – Erneute Angriffe im Grenzgebiet zu Russland

Mai 25, 2026 15:01
Nach Großangriff auf Kiew - Erneute Angriffe im Grenzgebiet zu Russland

Gegenseitige Angriffe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet

Im russisch-ukrainischen Grenzgebiet dauern die gegenseitigen Angriffe auch am Pfingstmontag an. In der russischen Region Belgorod kam ein Mann durch einen Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Zudem wurde die Energieinfrastruktur getroffen, was zu Strom- und Wasserausfällen in Belgorod führte. In der südukrainischen Region Cherson sind zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden.

In der Stadt Saporischschja, im Südosten der Ukraine, berichteten die Behörden von drei Verletzten. Im russisch kontrollierten Horliwka wurden laut russischem Staatsfernsehen fünf Menschen durch Drohnenangriffe verletzt. Diese Angriffe sind die Folge einer der schwersten Bombardierungen Kiews seit Beginn des Krieges im Februar 2022, bei der am Sonntag vier Menschen starben und Dutzende verletzt wurden.

Die ukrainische Luftwaffe gab an, dass Russland 600 Drohnen und 90 Raketen eingesetzt habe. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kamen vier verschiedene Raketentypen zum Einsatz, darunter die Hyperschallrakete Oreschnik sowie die Systeme Iskander, Kinschal und Zirkon. Der Zweck der Angriffe sei laut Russland eine Vergeltungsmaßnahme für ukrainische Angriffe auf zivile Ziele gewesen.

Die im Kampfgebiet vorliegenden Informationen konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden. Sowohl Russland als auch die Ukraine bestreiten, gezielt zivile Objekte anzugreifen. Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim in der Region Luhansk an. Das ukrainische Militär wiederum betont, dass es eine russische Drohnen-Kommandoeinheit ins Visier genommen habe.

Einordnung

Die Eskalation der Angriffe zeigt eine weitere Verschärfung der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine. Diese Entwicklungen könnten die humanitäre Lage in den betroffenen Regionen weiter verschärfen und die bestehenden Spannungen anheizen.

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