Meeting-Industrie stärkt österreichischen Tourismus
Im Jahr 2025 nahmen 1,9 Millionen Menschen an Veranstaltungen wie Kongressen und Tagungen in Österreich teil, was einem Anstieg von 3,5 Prozent entspricht. Laut dem aktuellen „Meeting Industry Report“ des Austrian Convention Bureau (ACB) stiegen die Nächtigungsbuchungen um 15,4 Prozent auf 4,3 Millionen.
Die Anzahl der Veranstaltungen sank leicht um 1,2 Prozent auf 27.041. Sandra Neukart, COO von Österreich Werbung, betonte die Bedeutung der Meeting-Industrie für den Tourismus und verwies auf die hohe Wertschöpfung: Kongressgäste geben im Durchschnitt 560 Euro pro Tag aus, während herkömmliche Reisende in Wien lediglich 380 Euro ausgeben.
Die internationale Nachfrage nahm stark zu; fast zwei Drittel der Nächtigungen entfielen auf ausländische Gäste, die damit ein Plus von 10,8 Prozent auf 709.000 Teilnehmer verzeichneten. Die Nächtigungen stiegen um 19 Prozent auf 3,2 Millionen. Österreich bleibt im Ranking der International Congress and Convention Association (ICCA) stabil auf Platz 16, während Wien auf Platz 4 hinter Lissabon, Paris und Barcelona zurückfiel.
Im abgelaufenen Jahr stieg die Zahl der Kongresse um 4,3 Prozent auf 7.835, während Firmentagungen geringfügig um 0,8 Prozent auf 14.472 zunahmen. Besonders bemerkenswert ist, dass 114 Kongresse jeweils mehr als 1.000 Teilnehmer hatten, was einen Rekord darstellt. Für 2027 ist eine Zusage für einen Kongress mit 14.000 Teilnehmern erfolgt.
Einordnung
Die Meeting-Industrie zeigt sich als stabilisierender Faktor im österreichischen Tourismussektor. Die erhöhte internationale Sichtbarkeit und die gestiegene Teilnehmerzahl belegen die wachsende Bedeutung von Großveranstaltungen, die nicht nur die Hotellerie, sondern auch die regionale Wirtschaft stärken.


