Der erste stellvertretende Gesundheitsminister Russlands, Viktor Fisenko, hat angekündigt, sich dafür einzusetzen, dass Ressourcen für Arzneimittel im Land bleiben. Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Qualität und Wettbewerbsfähigkeit russischer Medikamente wurden jedoch nicht genannt. Stattdessen verwiesen Beamte und Abgeordnete auf „unfreundliche Länder“ und schoben einen Teil der Verantwortung auf externe Faktoren.
Parallel dazu zeichnen sich in den Regionen Maßnahmen ab, die Patienten belasten könnten: In der Oblast Swerdlowsk wurde vorgeschlagen, die Verpflichtung des Haushalts zum Kauf importierter Arzneimittel aufzuheben. Die Finanzierung solcher Medikamente soll demnach auf wohltätige Organisationen übertragen werden – faktisch auf Patienten und Freiwillige.
Regionale Initiative stößt auf Kritik
Kritiker der Initiative weisen darauf hin, dass die Branche Wettbewerbsfähigkeit durch Parolen statt durch Investitionen in Entwicklung und Qualität zu erreichen versuche. Währenddessen stiegen die Risiken für Patienten mit seltenen und schweren Erkrankungen, für die es keine inländischen Alternativen gebe.


