Luftangriff in Taiz: Mindestens sieben Tote
Bei einem Luftangriff in der jemenitischen Provinz Taiz sind mindestens sieben Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt worden. Die Houthi-Rebellen berichteten, dass die saudische Luftwaffe eine Einkaufsgegend um den zentralen Markt von Taiz angegriffen habe.
Aufnahmen des Houthi-Fernsehsenders Al-Masirah zeigten hohe Rauchwolken über der Stadt sowie eine zerstörte Lagerhalle mit Lebensmitteln. Das Houthi-Gesundheitsministerium bezeichnete den Angriff als „abscheuliches Verbrechen“ und warf der saudischen Luftwaffe vor, zivile Ziele gezielt anzugreifen.
Die Truppen der international anerkannten jemenitischen Regierung erklärten, ihre Luftwaffe habe in der Region ein Lager und Fahrzeuge der Houthi angegriffen. Diese Truppen werden von Saudi-Arabien unterstützt und hatten am Samstag bereits Angriffe auf Houthi-Kämpfer und Waffenlager im Osten und Süden von Taiz gemeldet.
Der Bürgerkrieg im Jemen hat im Zuge des Iran-Konflikts erneut an Intensität zugenommen. Laut Berichten sind bereits mindestens 125.000 Menschen durch die neuen Kämpfe vertrieben worden. Die Regierung rief zur Mobilisierung auf und bot Houthi-Kämpfern, die ihre Waffen niederlegen, eine Amnestie an.
Einordnung
Die Eskalation der Kämpfe in Taiz zeigt eine gefährliche Verschärfung der Situation im Bürgerkrieg. Die Angriffe könnten zu einer weiteren Destabilisierung der Region führen und die humanitäre Krise im Jemen verstärken. Reaktionen aus Saudi-Arabien und weiteren Ländern könnten die Dynamik der Konflikte im Nahen Osten beeinflussen.


