Am 29. und 30. August traten rund 595 Zillenbesatzungen aus fünf Bundesländern beim 27. Landes-Wasserwehr-Leistungsbewerb in Bronze und Silber sowie beim 25. Bewerb um das Leistungsabzeichen in Gold auf der Mur an. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr zeigten einmal mehr ihr Können und die Freiwillige Feuerwehr Apfelberg trat als hervorragender Gastgeber auf. Darüber berichtet Welt Stimme.
Mur als herausforderndes Gewässer
Die Mur stellte sich an beiden Tagen als herausforderndes Gewässer dar, und nicht alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. Dies bestätigte Landesbewerbsleiter Robert Zach mit den Worten: „Das Zillenfahren beherrscht man nicht einfach so nebenbei.“ Er betonte weiter: „Nur durch ständiges Üben und durch die Teilnahme an Bewerben wird sichergestellt, dass unsere Einsatzkräfte auch in Extremsituationen bestens vorbereitet sind.“
Die Schlusskundgebung am Samstagabend vor der FF Apfelberg bildete einen würdigen Abschluss dieser Landesveranstaltung. In den verschiedenen Kategorien (Bronze, Silber und Gold) legten die Zillenbesatzungen insgesamt rund 390 Kilometer auf der Mur zurück. Moderator Markus Cebul leitete die Siegerehrung, während Ehrengäste die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie den Einsatz der Helferinnen, Helfer und Bewerter anerkannten. Feuerwehrkommandant Robert Hubmann äußerte seinen Stolz und Dankbarkeit: „Mein großer Dank gilt allen Teilnehmern aus nah und fern fürs Dabeisein und besonders meinen Kameradinnen und Kameraden sowie deren Familien, die mit ihrem Einsatz diese Veranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben, sowie allen Sponsoren.“
Bürgermeister lobt die Veranstaltung
Bürgermeister Harald Bergmann bezeichnete die beiden Tage in Apfelberg als „eine großartige Werbung für das Feuerwehrwesen und die Region.“ Bereichsfeuerwehrkommandant Erwin Grangl hob hervor, dass „die perfekte Organisation und die kameradschaftliche Stimmung den Bewerb zu einem echten Highlight gemacht haben.“ Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried erinnerte daran, dass die gezeigten Leistungen das Ergebnis monatelangen Trainings sind. Er unterstrich den praktischen Nutzen des Zillenfahrens bei Hochwasser- oder Katastropheneinsätzen und hob hervor, dass Wettbewerbe wie jener in Apfelberg nicht nur sportliche Komponenten, sondern auch praxisnahe Ausbildung und Festigen von Fertigkeiten ideal verbinden.
Nationalrat Wolfgang Moitzi gratulierte allen Eingeladenen und betonte die hohe Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements. Knittelfelds Vizebürgermeister Dominik Modre überbrachte abschließend die Grüße von Landeshauptmann Mario Kunasek und lobte den Idealismus, die gelebte Kameradschaft und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrmitglieder. Eine besondere Note erhielt die Schlusskundgebung durch die von Mitgliedern der FF Apfelberg selbst angefertigten Siegertrophäen, die das große Engagement der gastgebenden Feuerwehr zum Ausdruck brachten. Mit der Übergabe der Bewerbsfahne an die Feuerwehr Feldbach, die 2026 den 28. Landes-Wasserwehr-Leistungsbewerb ausrichten wird, endete das Bewerbswochenende, das sportliche Höchstleistungen, Tradition und Kameradschaft vereinte. Musikalisch wurde der rund einstündige Festakt von einem Bläserensemble der Eisenbahner-Stadtkapelle Knittelfeld umrahmt.
Bewerb mit jahrzehntelanger Tradition
Die Zillenbewerbe sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Feuerwehrwesens. Einzel- und Doppelbesatzungen treten in Feuerwehrzillen im „stehenden Rudern“ sowie im „Schieben“ an – Techniken, die hohe körperliche Fitness, präzise Koordination und ständiges Training erfordern. Darüber hinaus gehören theoretische Prüfungen und Knotenkunde zum Prüfungsportfolio, sodass neben der sportlichen Komponente auch die fachliche Weiterbildung im Mittelpunkt steht.


