Ein 79-jähriger Kletterkursteilnehmer verletzte sich am Großen Priel und musste mit dem Notarzthubschrauber gerettet werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
GRÜNAU IM ALMTAL. Bei einer Kletterkurs-Fortbildung unter der Leitung eines 57-Jährigen aus dem Bezirk Gmunden geriet eine Gruppe am 22. August 2025 während einer Mehrseillängentour an der Nordseite des Großen Priels in Schwierigkeiten.
Felsschuppe ausgebrochen
Wie die Polizei informiert, kletterte ein Teilnehmer der zweiten Seilschaft gegen 15 Uhr, als die erste Seilschaft den Ausstieg bereits erreicht hatte, entgegen der Anweisungen des Bergführers und der Routenbeschreibung zu weit nach rechts. Der 79-jährige Mann aus Deutschland befand sich daraufhin in brüchigem Felsgelände. Als er etwa zwei Meter über und ca. fünf Meter seitlich der letzten Zwischensicherung kletterte, brach eine Felsschuppe ab, an der er sich festhielt. Der 79-Jährige stürzte in das Seil und prallte gegen die Felswand. Ein 40-jähriger Kletterpartner und der 57-Jährige, die unten standen, mussten einem herabfallenden Gesteinsbrocken ausweichen. Der 40-Jährige zog sich dabei ebenfalls Verletzungen unbestimmten Grades zu.
Hubschrauber musste Kletterer bergen
Der verletzte 79-Jährige war nicht mehr in der Lage, weiterzuklettern. Sein Bergführer seilte ihn bis zu einem Schrofenband in der Mitte der Tour ab und setzte gleichzeitig einen alpine Notruf ab. Der 79-Jährige wurde schließlich von der Crew des Notarzthubschraubers mit einem Seil gerettet und in das Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf geflogen.


