Bürgermeisterin Obereigner-Sivec fordert den Erhalt des Notarztstützpunkts in Groß-Enzersdorf

August 31, 2025 06:22
Bürgermeisterin Obereigner-Sivec fordert den Erhalt des Notarztstützpunkts in Groß-Enzersdorf

Schließung des Notarztstützpunkts in Groß-Enzersdorf sorgt für große Besorgnis

Die geplante Schließung des Notarztstützpunkts in Groß-Enzersdorf sorgt für Verunsicherung in der Bevölkerung.

GROSS-ENZERSDORF. Die bevorstehende Schließung des Notarztstützpunkts hat in Groß-Enzersdorf für erhebliche Aufregung und Besorgnis gesorgt. Bürgermeisterin Obereigner-Sivec (SPÖ) äußerte im Interview ihre persönliche Enttäuschung, die Ängste der Bevölkerung und die politischen Schritte, die nun unternommen werden. Fest steht für sie: Eine Verschlechterung der Notfallversorgung wird man nicht einfach hinnehmen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Wie haben Sie persönlich von der Schließung des Notarztstützpunkts erfahren?

Die ersten Gerüchte über die Schließung habe ich aus den Medien erfahren, konkret auf der Pressekonferenz. Ich war enttäuscht und ziemlich wütend.

Gibt es für die Gemeinde – auch gemeinsam mit Nachbargemeinden – noch politische oder rechtliche Möglichkeiten, auf die Entscheidung Einfluss zu nehmen?

Ja, auch wenn der Beschluss gefallen ist, stehen uns politische Möglichkeiten zur Verfügung, und wir werden alles daran setzen, diese zu nutzen. Viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie das Rote Kreuz haben sich öffentlich gegen die Schließung ausgesprochen. Auch in unserem Gemeinderat wird eine Resolution vorbereitet, und wir stehen im intensiven Austausch mit Nachbargemeinden, dem Roten Kreuz sowie regionalen Abgeordneten, darunter Landtagsabgeordneter René Zonschits, der sich klar gegen die Schließung zum Zeitpunkt 2027 positioniert.

Haben Sie schon Rückmeldungen von besorgten Bürgern erhalten?

Ja, viele Bürger sind wegen der Schließung besorgt, insbesondere hinsichtlich der längeren Anfahrtswege im Notfall. Viele wenden sich direkt an mich, und ich erkläre in Gesprächen die Position der Gemeinde, dass der Stützpunkt erhalten bleiben muss. Sollte eine Schließung unausweichlich sein, müssen wir sicherstellen, dass jeder Mensch in der Region im Notfall rechtzeitig die notwendige Hilfe erhält. Diese Aspekte werden wir genau prüfen.

Nun wird Groß-Enzersdorf in einen RTW-C-Standort umgewandelt. Ist den Bürgern klar, was dies bedeutet?

In unserem letzten Gemeinde Aktuell, das kürzlich an alle Haushalte verteilt wurde, haben wir darüber informiert. Ein RTW-C ist keine adäquate Alternative zu einem Notarzteinsatzfahrzeug. Obwohl es mit speziell ausgebildeten Notfallrettungssanitätern besetzt ist, ersetzt es nicht die medizinische Versorgung durch einen Notarzt.

Was möchten Sie den Lesern, die Angst um ihre Versorgung haben, sagen?

Wir werden eine Verschlechterung der Notfallversorgung in Groß-Enzersdorf nicht einfach akzeptieren. Wir setzen uns für die Beibehaltung des Notarztstützpunkts ein und werden genau darauf achten, dass alternative Maßnahmen bereits funktionieren, bevor es zur Schließung des Stützpunkts kommt. Ich fordere die Bürger auf, sich an unserer Petition und der Unterschriftenaktion zu beteiligen und uns zu unterstützen.

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