Ab September startet das Bundesheer in Österreich erneut mit der Einjährig-Freiwillig-Ausbildung, die als Alternative zum Grundwehrdienst und als Karrierestart im Heer dient.
ÖSTERREICH. Ab September sucht das Bundesheer Freiwillige für die Einjährig-Freiwillig-Ausbildung. Interessierte sollten sich bis Mitte August anmelden. Die Voraussetzungen umfassen das Abitur sowie eine entsprechende körperliche Leistungsfähigkeit und eine erfolgreich bestandene psychologische Eignungsprüfung.
Für jene, die eine Berufsoffizierslaufbahn anstreben, besteht die Möglichkeit, zusätzlich an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt zu studieren. Seit dem Jahr 2020 konnten rund 1.050 Offiziersanwärter gewonnen werden.
Frauenanteil mehr als verdoppelt
Zwischen 2023 und 2024 wurde eine Steigerung der Teilnehmerzahlen um etwa 38 Prozent verzeichnet, wobei sich der Frauenanteil im Bundesheer von 2022 bis 2024 mehr als verdoppelt hat, berichtete die APA.
Für alle Teilnehmer der EF-Ausbildung werden Unterkunft, Verpflegung, Freifahrten für öffentliche Verkehrsmittel sowie Kranken- und Unfallversicherung bereitgestellt.
Das erste Ausbildungsmodul des EF-Jahres erstreckt sich über fünf Monate, währenddessen das monatliche Nettogehalt bei 1.413 Euro liegt. Absolventen, die die Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie fortsetzen, erhalten ab dem 13. Monat ein monatliches Bruttogehalt von 3.027 Euro, zuzüglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
EF-Kurse an vier Standorten in Österreich
Das Ausbildungsprogramm umfasst militärische Grundfertigkeiten wie Waffen- und Schießdienst, Gefechtsdienst, Sicherheitsdienst, Marsch und Sport. Interessierte können sich bis spätestens Mitte August 2025 über die Stellung oder beim Heerespersonalamt anmelden. Die EF-Kurse finden in Freistadt (Oberösterreich), Absam (Tirol), Bleiburg (Kärnten) und Langenlebarn (Niederösterreich) statt.
In einer offiziellen Mitteilung wirbt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) für die Teilnahme am EF-Jahr. Dieses Angebot sei der erste Schritt zu verantwortungsvoller Führung und biete vielfältige Entwicklungsperspektiven, so Tanner.


