US-Konzern greift in österreichischen Rindermarkt ein
Arthur Kroismayr, Obmann der Freien Bauern OÖ aus Regau, warnt vor massiven Eingriffen eines US-Konzerns in den heimischen Rindermarkt. Darüber berichtet Welt Stimme.
REGAU. „Die Globalisierung frisst unsere regionale Landwirtschaft auf. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen“, erklärte Kroismayr. Nach der Übernahme von Alpenrind im Jahr 2017 hat der US-Fleischkonzern nun auch die Grandits Group übernommen, die über 10.000 Landwirte beliefert. „Das Ziel besteht darin, die Bauern an die Konzernstruktur zu binden – mit langfristigen Folgen“, warnt Kroismayr weiter. „Das ist kein normales Wachstum. Hier geht es um Marktmacht.“
Kroismayr fordert, dass die Entscheidungsmacht über Preise und Transportwege von Konzernen nicht bestimmt werden darf. „Auch Importe aus Übersee werden vorbereitet. Unsere Bauern zahlen die Zeche. Die Wertschöpfung wandert ab, Betriebe sterben“, betont er.
„Worte reichen nicht. Jetzt brauchen unsere Bauern Taten. Wir müssen einen Übernahme-Stopp im Rindfleischsektor durch internationale Konzerne durchsetzen und regionale Schlachtkapazitäten schützen“, fordert Kroismayr. Zudem sei es notwendig, transparente Verträge und faire Abnahmebedingungen für bäuerliche Betriebe zu schaffen. „Der Landwirtschaftsminister muss das Mercosur-Abkommen verhindern“, schließt er seine Ansprache.


