Das „Melissa“ Bienen- und Honigfestival hat am Karlsplatz in Wien begonnen. Zahlreiche Imkerinnen und Imker präsentieren ihre Produkte, während für die Besucher Speisen und Getränke bereitstehen.
WIEN/WIEDEN/INNERE STADT. Ein auffälliges Holzkonstrukt von etwa zehn Zentimetern Dicke und einem halben Meter Höhe steht im Mittelpunkt des Karlsplatzes. Umgeben von roten Absperrungen zieht es die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Auf der rechten Seite kämpft eine Biene, um durch ein kleines Loch zu gelangen – im Inneren lebt ihr Schwarm.
Der Schaubienenstock ist eine der zahlreichen Attraktionen des „Melissa“ Festivals, das am Donnerstag, dem 31. Juli, eröffnet wurde und bis Sonntag, den 3. August, täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet ist.
Leckereien und Getränke
„Bei Melissa ist für alle etwas dabei“, betont Peter Jöbstl, einer der Organisatoren des Festes. Zwischen Karlsplatz und Resselpark sowie rund um den Teich sind mehrere Stände aufgebaut, an denen Dutzende Imker ihre verschiedenen Honigprodukte und Spezialitäten vorstellen. Honigschnaps, -bier, Süßigkeiten und Kerzen – hier gibt es viele kreative Verwendungen für das süße Insektenprodukt.
Für die Besucher steht eine Auswahl an Speisen und Getränken bereit. „Es gibt verschiedene Food-Trucks, die alle zumindest eine mit Honig verfeinerte Spezialität anbieten“, erklärt Jöbstl. Auch sein eigenes Projekt „Strizzis und Schlawiener!“ ist vor Ort, das sowohl alkoholische als auch alkoholfreie Getränke im Angebot hat.
Die Bedeutung der Bienen
Das Festival dient nicht nur der Gaumenfreude, sondern soll auch die wichtige Rolle der Bienen für die Umwelt in den Fokus rücken – und damit auch die der Imker. Auf dem Zelt des Österreichischen Imkereibunds steht: „Ohne Imker keine Bienen. Ohne Bienen keine intakte Umwelt.“
Kurt Krottendorfer, Präsident des Landesverbands für Bienenzucht, informiert im Zelt über die Bedeutung der Bestäuber und erinnert daran, dass die Imkerei in Wien eine lange Tradition hat. Schon Maria Theresia erkannte die Wichtigkeit von Bienen und gründete im Jahr 1769 die erste Imkerschule der Welt in Wien.
Am Karlsplatz versammeln sich zahlreiche Interessierte rund um die Ausstellungsfläche. Krottendorfer, der den Schaubienenstock betreut, versichert, dass die Bienen aus dem 23. Bezirk stammen und relativ friedlich sind, solange sie ihre Königin haben.
Besucher können den Schaubienenstock aufklappen und die bewegenden Tiere beobachten. Krottendorfer zeigt auf eine bestimmte Stelle im Stock: „Schaut, hier ist die Königin.“


