Besondere Erste-Hilfe-Ausbildung der Johanniter
Die Johanniter bieten am 12. September einen einzigartigen Erste-Hilfe-Kurs in über 100 Sprachen an. Anmeldungen sind bis zum genannten Termin möglich.
Im vergangenen Jahr haben die Johanniter in ganz Österreich etwa 22.300 Menschen in Erster Hilfe ausgebildet. Viele Interessierte stehen jedoch vor Herausforderungen wie Sprachbarrieren oder Behinderungen, die den Zugang erschweren.
Um diesen Barrieren entgegenzuwirken, veranstalten die Johanniter anlässlich des Welttags der Ersten Hilfe am 12. September einen besonderen Kurs. Unter dem Motto „Alle sprechen Erste Hilfe“ setzen sie Übersetzungstechnologien ein, um Sprachhürden abzubauen. Zusätzlich entwickeln sie in Forschungsprojekten ein Kursangebot, das speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen abgestimmt ist. Diese neuen Formate entstehen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerorganisationen.
Die Bedeutung von gut ausgebildeten Ersthelfern wird durch die steigenden Überlebensraten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich. In den letzten 16 Jahren ist die Überlebenschance nach einem Herzstillstand außerhalb von Kliniken in Wien von 29 auf 39 Prozent gestiegen. Da die Überlebensrate mit jeder Minute ohne Hilfe um bis zu 10 Prozent sinkt, stellt jeder ausgebildete Ersthelfer eine wichtige Ressource dar.
Der Kurs findet im Johanniter Center Nord in Wien (Ignaz-Köck-Straße 22, rotes Haus) im 21. Bezirk von 9 bis 13 Uhr statt. Teilnehmende haben die Möglichkeit, Übersetzungsgeräte in allen gängigen Sprachen zu testen, wobei die Kursinhalte live in ihre jeweilige Sprache übersetzt werden. Anmeldungen sind unter johanniter.at möglich.
Einordnung
Mit dem Kurs „Alle sprechen Erste Hilfe“ wird ein integrativer Ansatz verfolgt, der es bislang benachteiligten Gruppen ermöglicht, an wichtigen Erste-Hilfe-Ausbildung teilzunehmen. Dies könnte nicht nur die Anzahl der Ersthelfer erhöhen, sondern auch die allgemeine Sicherheit in Notfällen verbessern.


