Niederösterreich hat eine neue Tourismusstrategie bis 2030 vorgestellt, die auf weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung, mehr Qualität und mehr Ganzjahrestourismus setzt.
Die „Tourismusstrategie 2030+“ soll den Aufwand für Betriebe verringern, das Land stärker vermarkten und die zentralen Zukunftsthemen Qualität, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ganzjahrestourismus bündeln. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nannte diese Punkte als Leitlinien.
Für 2026/27 ist die digitale Gästemeldung als Schwerpunkt vorgesehen. Zudem soll Niederösterreich stärker auf Angebote über das ganze Jahr hinweg setzen und sich nicht nur auf Sommerurlaub und die klassische Ausflugssaison stützen.
Bis 2030 sollen aus den östlichen Nachbarländern 100.000 zusätzliche Nächtigungen kommen. Genannt werden dabei vor allem Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Polen.
2025 kamen laut den Angaben insgesamt rund 1,26 Millionen internationale Gäste nach Niederösterreich. Insgesamt wurden rund 3 Millionen Gästeankünfte und knapp 7,3 Millionen Nächtigungen verzeichnet.
Der Tourismus bringt dem Land laut den Angaben rund zwei Milliarden Euro jährlich und sichert knapp 49.000 Arbeitsplätze.
Die Niederösterreich-CARD soll unter anderem digitale Ausflugsinformationen, bessere Datenverknüpfungen und künftig eine einfachere Planung der öffentlichen Anreise erhalten. Geplant ist auch ein digitaler Ausflugsassistent, der Informationen auf die Interessen der Nutzer zuschneiden soll.
Als weitere Stärken des Landes nennt die Strategie Natur, Wandern, Radfahren, Kultur, Wein, Kulinarik und Gesundheit. Neben dem Sommer sollen auch Frühling und Herbst stärker genutzt werden.


