Zum Nationalfeiertag am 26. Oktober erinnert ein Rückblick an Niederösterreichs Weg aus der sowjetischen Besatzungszone und an den Staatsvertrag von 1955, der Österreich die Unabhängigkeit zurückbrachte und später den Nationalfeiertag begründete.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Österreich von den vier alliierten Mächten besetzt; Niederösterreich lag dabei größtenteils in der sowjetischen Besatzungszone. Das Land blieb nach Darstellung des Artikels zehn Jahre lang unter fremder Herrschaft.
Besonders der Osten Niederösterreichs war in den letzten Kriegstagen schwer getroffen worden, mit Bombardierungen, heftigen Bodenkämpfen, Zerstörungen und Plünderungen. In den ersten Nachkriegsjahren blieben auch Lebensmittel und Alltagsgüter knapp.
Im Herbst 1945 fanden im Sitzungssaal des niederösterreichischen Landtags mehrere Landeskonferenzen statt, die wichtige Grundlagen für den Wiederaufbau der demokratischen Ordnung legten. Gleichzeitig erschwerten die sowjetische Besatzung und das Einspruchsrecht des Alliierten Rates die Arbeit der Behörden.
Eine Schlüsselfigur war Leopold Figl aus dem Tullnerfeld. Er wurde 1945 erster Landeshauptmann von Niederösterreich und später Bundeskanzler.
Figl unterzeichnete am 15. Mai 1955 im Wiener Schloss Belvedere gemeinsam mit Vertretern der vier Besatzungsmächte den österreichischen Staatsvertrag. Nach Angaben des Artikels stellte er Österreichs Unabhängigkeit wieder her und regelte den Abzug der alliierten Truppen.
Die vereinbarte Frist für den Abzug der Besatzungstruppen endete am 25. Oktober 1955. Einen Tag später beschloss der Nationalrat das Bundesverfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität Österreichs.
Der 26. Oktober wurde zunächst als Tag der Fahne begangen, 1965 offiziell zum Nationalfeiertag erklärt und 1967 zum gesetzlichen Feiertag. Für Niederösterreich bedeutete die Zeit nach 1955 nach Darstellung des Artikels die Möglichkeit, sich politisch und wirtschaftlich frei zu entwickeln.


