Bezirk Freistadt: Polizei und Rettung warnen nach Drohnenflug bei Hubschraubereinsatz

Oktober 9, 2026 09:15
A rescue worker in a red uniform stands in front of an ambulance.

Im Bezirk Freistadt haben Rettungsdienst, Notarzt, Polizei und Flugrettung nach einem Einsatz vor den Gefahren von Schaulust und unbefugten Drohnenflügen gewarnt. Bei einem medizinischen Notfall musste eine Frau reanimiert und notfallmedizinisch versorgt werden, während sich eine Drohne in der Nähe des Rettungshubschraubers bewegte.

Die Einsatzkräfte appellierten an die Bevölkerung, Einsatzstellen zu meiden, Absperrungen zu respektieren und auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten. Als der Hubschrauber eintraf, sei die Frau wegen ihres äußerst kritischen Zustands an die Besatzung übergeben und in ein Krankenhaus geflogen worden.

Nach Angaben der Beteiligten hielt die Polizei vor Ort zahlreiche Schaulustige vom Einsatzgeschehen fern. Gleichzeitig kreiste die Drohne über dem Einsatzort und näherte sich dem Hubschrauber auch während des gesamten Startvorgangs.

Stefan Noska, leitender Flugretter des Öamtc-Notarzthubschraubers Christophorus 10, sagte:

Unfallorte ziehen private Drohnenpiloten an, die spektakuläre Fotos oder Videos machen wollen. Diese Drohnen fliegen dann genau dort, wo der Rettungshubschrauber landen muss

Noska sagte zudem, dass eine Drohne im Luftraum über einem Einsatzort einen Einsatz eines Rettungshubschraubers aus Sicherheitsgründen erheblich erschweren kann: Dann sei ein Landen oder Starten oft nicht möglich, und jede Verzögerung könne für Patientinnen und Patienten lebensgefährlich werden.

Notfallsanitäter Manuel Reindl sagte, Schaulustige behinderten die Arbeit der Einsatzkräfte und beeinträchtigten die Privatsphäre von Menschen in einer Ausnahmesituation. Polizeisprecherin Corinna Landl verwies darauf, dass wer Einsatzorte betritt oder sich absichtlich Zutritt verschafft, Personen gefährdet und mit rechtlichen Konsequenzen sowie Geldstrafen rechnen muss.

Der Vorfall wurde von den Einsatzorganisationen als Beispiel dafür angeführt, welche Folgen Schaulust und Drohnenflüge an einem Rettungseinsatz haben können. Zu dem Drohnenpiloten oder möglichen rechtlichen Schritten machten die Angaben keine weitergehenden Details.

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