Ob ein Dach in Deutschlandsberg vor der Montage einer Photovoltaikanlage erneuert werden sollte, hängt nach Einschätzung von Markus Johann Christiner von Zustand, Unterkonstruktion und geplanter Nutzungsdauer ab. Der Dachdecker und Spengler aus Deutschlandsberg sagt nicht pauschal Ja oder Nein.
Der Hintergrund: Eine Photovoltaikanlage bleibt in der Regel 25 bis 30 Jahre auf dem Dach. Liegt die Eindeckung bereits am Ende ihrer Lebensdauer, würden die Kosten aus seiner Sicht nur verschoben und könnten später doppelt anfallen, weil für eine Sanierung nach einigen Jahren Module, Unterkonstruktion und Verkabelung wieder demontiert und anschließend erneut montiert werden müssten.
Christiner Dach e.U. in Deutschlandsberg kalkuliert nach eigenen Angaben beide Varianten offen mit Interessenten durch. Das Unternehmen sitzt in der Grazer Straße 65/2 und hat sich 2025 zunächst auf Photovoltaik spezialisiert, bevor die Marke 2026 zu einem vollständigen Dach- und Spenglereibetrieb erweitert wurde.
Ein Ziegeldach kann bei guter Pflege laut dem Unternehmen bis zu 50 Jahre halten. Battens, Konterlattung und Unterdeckbahnen altern demnach deutlich schneller. Als Warnzeichen gelten bröckelnde Ziegel, spröde Folien, feuchte Sparren oder rostige Befestigungen.
Wichtig ist nach Angaben des Betriebs auch die Statik der Unterkonstruktion. Sie müsse die zusätzliche Last durch Module, Schnee und Wind aufnehmen können; im Bezirk Deutschlandsberg seien Schneelasten ein relevanter Faktor.
Bei älteren Dächern entsteht laut Christiner zudem durch jede Dachhaken-Durchdringung eine potenzielle Schwachstelle. Sitzt sie in morsch gewordenem Holz, sei die langfristige Dichtheit nicht gesichert.
Jedes Projekt beginne mit einer Besichtigung vor Ort, bei der Eindeckung, Anschlüsse und tragende Struktur gemeinsam beurteilt werden. Geprüft würden unter anderem Ziegelbruch und -verschiebungen, der Zustand der Unterdeckbahn, Anschlüsse an Kamin und Dachfenster, Spenglerarbeiten sowie die gesamte Dachentwässerung.
Auch die Dachausrichtung, die Neigung und mögliche Verschattung werden laut dem Unternehmen mitgeprüft, um die Ertragssituation zu bewerten. Wer eine Photovoltaikanlage plant, könne Dach und Photovoltaik gemeinsam begutachten lassen, heißt es.


