Die Marktgemeinde Zirl hat die vorübergehende Chlorierung ihres Trinkwassers mit sofortiger Wirkung beendet. Grund dafür ist die erfolgreich in Betrieb genommene UV-Desinfektionsanlage im Hochbehälter Schlossbach, nachdem Wasserproben eine einwandfreie Trinkwasserqualität bestätigt haben.
Wie die Gemeinde mitteilte, wird das Zirler Trinkwasser damit nicht mehr gechlort. Untersucht wurden die Proben vom Institut für Analytik und Qualität (Inaq).
Zu den Problemen war es nach Sommergewittern gekommen: Damals war das Trinkwasser mit Fäkalkeimen belastet, worauf Anfang August ein Abkochgebot erlassen wurde. Dieses wurde am 14. August nach entsprechenden Testergebnissen aufgehoben; das Wasser war danach wieder ohne Einschränkung als Trinkwasser nutzbar, die Chlorierung blieb aber zunächst aufrecht.
Die neue Anlage ergänzt die Versorgung künftig durch UV-Licht. Dabei werden Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen ohne Zusatz chemischer Stoffe inaktiviert. Eine Trübungsmessung dient zusätzlich der laufenden Kontrolle der Wasserqualität.
Der Einbau der UV-Anlage war am 1. Oktober abgeschlossen, die nötigen Elektroarbeiten folgten zwischen 5. und 8. Oktober. Nach Angaben der Gemeinde kann in den ersten Tagen noch ein Chlorgeruch oder -geschmack wahrnehmbar sein, weil sich gechlortes Wasser noch in Behältern und Leitungen befindet.


