Wildbachverbauung als Bundes-Sicherheitsdienstleister für Gemeinden
BEZIRK TULLN – Im Jahr 2026 wird die Rolle der Wildbachverbauung als Sicherheitsdienstleister des Bundes im Schutz der Gemeinden vor Naturgefahren verstärkt betont, so Sektionsleiter Christian Amberger.
Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat fast 140 Jahre Erfahrung im Management von Naturgefahren und setzt auf einen nachhaltigen Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser, Muren und anderen geologischen Risiken. In Tulln betreut sie 88 Wildbacheinzugsgebiete und hat rund 1.400 Schutzbauwerke gegen Wildbachgefahren, Steinschlag und Rutschungen errichtet. In der Region wurden über 50 Schadereignisse dokumentiert, zudem wurden etwa 1.000 Fachgutachten für Gemeinden und Anrainer erstellt.
Von den 22 Gemeinden im Bezirk sind elf von Wildbachgefahren betroffen und besitzen einen vom Ministerium genehmigten Gefahrenzonenplan. Rund 1.000 Liegenschaften stehen in diesem Zusammenhang unter Risiko.
In den letzten zehn Jahren investierte die Wildbachverbauung rund 4 Millionen Euro in über 50 Schutzmaßnahmen, insbesondere in zentralen Gemeinden wie Klosterneuburg und St. Andrä-Wördern sowie in Gebieten des Wienerwaldes. Die Maßnahmen sollen den Lebensraum der Bevölkerung nachhaltig sichern, besonders nach den Erfahrungen mit einem Hochwasserereignis vor zwei Jahren.
Einordnung
Die Wildbachverbauung passt ihre Strategien an die zunehmenden Herausforderungen durch den Klimawandel an. In einem Umfeld, in dem extreme Wetterereignisse zunehmen, wird die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden immer dringlicher.


