Ein Streit zwischen zwei Autofahrern am Neubaugürtel in Wien eskalierte am Mittwochnachmittag, als ein 37-Jähriger eine Schusswaffe zog, während sein 39-jähriger Kontrahent, ein Taxifahrer, sich mit einem Schraubenzieher zur Wehr setzte.
WIEN/RUDOLFSHEIM-FÜNFHAUS. Die Polizei wurde am Donnerstag um 15 Uhr zum Neubaugürtel gerufen, um einen Konflikt zu schlichten, der bereits eine gefährliche Eskalation erreicht hatte. Der Auslöser war ein Streit über das Vorrecht im Straßenverkehr.
Berichten zufolge gerieten der 37-Jährige und der 39-Jährige, der als Taxifahrer arbeitet, zunächst in lautstarke Beschimpfungen, die schnell in Gewalt umschlugen.
Pistole gegen Schraubenzieher
Der 37-Jährige zog eine vermeintliche Schusswaffe. In der Folge stellte die Polizei fest, dass der 39-Jährige sich mit einem Schraubenzieher verteidigte und damit drohte, den Jüngeren anzugreifen.
Beide, das Werkzeug und die mutmaßliche Schusswaffe, die sich als ungeladene Schreckschusspistole herausstellte, wurden von der Polizei sichergestellt. Die Männer wurden vorläufig festgenommen und ein Waffenverbot wurde ausgesprochen. Später wurden sie jedoch auf freien Fuß angezeigt. Es bleibt unklar, wer von beiden tatsächlich das Vorrecht im Straßenverkehr hatte.
Aktuelle Berichte über Verkehrskonflikte
Ähnliche Vorfälle in Wien, bei denen Streitigkeiten im Straßenverkehr in Gewalt umschlugen, nehmen zu. In einem weiteren Vorfall verletzte ein Unfall zwischen einem Polizeiauto und einem Rettungswagen mehrere Personen. Ein 29-Jähriger wurde in einem anderen Fall festgenommen, nachdem er mit einem Messer sowohl eine Rezeptionistin als auch einen Obdachlosen bedroht hatte.


