Arnautovic nach Rekordspiel: „Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll“

Oktober 10, 2025 07:02
Arnautovic nach Rekordspiel: „Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll“

Marko Arnautovic knackt Torgeschichte – ÖFB gewinnt 10:0 gegen San Marino

WIEN. Marko Arnautovic hat am 10. Oktober 2025 seine eindrucksvolle Karriere mit einem historischen Moment gekrönt, indem er beim 10:0-Sieg der österreichischen Nationalmannschaft gegen San Marino als neuer Rekordtorschütze des ÖFB in die Geschichtsbücher einging. Nach dem Spiel umarmte er seinen Vater auf der Tribüne und reflektierte über den erfolgreichen Abschluss seiner Jagd auf den Torrekord von Toni Polster. „Das ist für mich ein sehr, sehr schöner, ein großer Moment“, erklärte Arnautovic. Der 36-Jährige verfolgt zudem ein weiteres Ziel: die Teilnahme an seiner ersten Weltmeisterschaft 2026. Darüber berichtet Welt Stimme.

Mit seinem Viererpack im Prater hat Arnautovic nun insgesamt 45 Tore in 128 Länderspielen erzielt – ein Tor mehr als Polster, der während seiner Karriere in 95 Spielen von 1982 bis 2000 44 Tore erzielte. „Es war eine Ehre, mit ihm da oben um den Rekord zu kämpfen“, betonte Arnautovic in seinem emotionalen Rückblick auf das Spiel. Polster sei eine „legendäre Figur“ im österreichischen Fußball.

Emotionaler Ausnahmezustand

Der Druck auf Arnautovic war in den vergangenen Monaten gewachsen, da Teamkollegen und Medien immer wieder auf die Rekordmarke hingewiesen hatten. „Jetzt reden wir nicht mehr über den Rekord“, meinte er nach dem Spiel erleichtert. Sein erster Treffer fiel nach einem Pass von Nikolaus Wurmbrand, und die Freude über den Rekord war überwältigend. „Ich wusste nicht, ob ich lachen, weinen oder schreien sollte“, gestand er. „Es war ein bisschen zu viel, ich habe keine Luft gekriegt. Ich war emotional.“

Seine Teamkollegen feierten zunächst auf der Ersatzbank. David Alaba erhielt für seinen Jubellauf sogar eine Gelbe Karte, während Michael Gregoritsch erleichtert war, dass er nicht die zweite Karte bekommen hatte, die ihn für das nächste WM-Qualifikationsspiel gesperrt hätte. Arnautovic ist erst der vierte Spieler in der Geschichte des österreichischen Fußballs, der in einem Länderspiel mehr als drei Tore erzielen konnte. Dies gelang zuvor nur Hans Krankl, Erich Probst und Erich Hof.

Erfolge und Enttäuschungen

Nach dem Spiel sagte Arnautovic: „Ich habe keine Ahnung, was hier passiert ist. Alles war perfekt. Wir haben zweistellig gewonnen, ich habe den Torrekord gebrochen.“ Der Rekordspiel vivierte besonders auch die Situation im WM-Qualifikationskampf, wo der andere Mitbewerber Bosnien in Zypern nur 2:2 spielte. Dennoch enttäuschte er den San-Marino-Torhüter Edoardo Colombo, von dem er das Trikot in der Halbzeit versprochen hatte, da er das Trikot für seine Sammlung behalten musste.

Obwohl Arnautovic die Torrekordfrage zuvor nicht als vorrangiges Ziel sah, setzte die Nationalelf alles daran, mit einem hohen Sieg gegen San Marino nicht nur den Rekord, sondern auch die Torverhältnis zu verbessern. „Marko ist ein außergewöhnlicher Spieler in der österreichischen Geschichte“, merkte sein Sturmkollege Gregoritsch an und bestätigte Arnautovics Engagement im Team.

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