Kaufpreise für Immobilien in Österreich steigen auf Rekordhöhe
Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung in Österreich hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich verteuert. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise um durchschnittlich 3,9 Prozent.
Nach einem vorübergehenden Rückgang der Preise im Jahr 2023 um 2,9 Prozent und einem leichten Minus von 0,4 Prozent im Jahr 2024, setzte der Anstieg der Immobilienpreise bereits 2025 wieder ein. Der Häuserpreisindex erreichte im zweiten Quartal 2026 erstmals den Höchststand aus dem dritten Quartal 2022.
Laut Manuela Lenk, Generaldirektorin von Statistik Austria, sind die Preise für Wohneigentum auf ein Allzeithoch gestiegen. Dabei erhöhten sich die Preise für bestehende Immobilien mit 4,0 Prozent stärker als die für neue Häuser und Wohnungen, deren Preisumlauf um 3,8 Prozent gestiegen ist.
Besonders starke Preissteigerungen bei Bestandswohnungen
Bei bestehenden Wohnungen stiegen die Preise im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent, während bestehende Häuser einen Anstieg von 3,9 Prozent verzeichneten. Im zweiten Quartal lagen die Preiserhöhungen für bestehende Immobilien sogar bei 5,1 Prozent, die für neue Immobilien bei 4,9 Prozent.
Zusätzlich erhöhten sich auch die Kosten für selbst genutztes Wohneigentum. Der entsprechende Preisindex, der Kosten wie Gebühren, Versicherungen, Reparaturen und Renovierungen umfasst, stieg im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent.
Der Häuserpreisindex basiert auf den tatsächlichen Kaufpreisen neuer und bestehender Wohnimmobilien, die von Privathaushalten erworben werden, und stützt sich auf die in den Kaufverträgen erfassten Transaktionen.
Einordnung
Die steigenden Immobilienpreise in Österreich deuten auf eine Erholung des Marktes nach einem Rückgang hin. Diese Entwicklungen könnten die Erschwinglichkeit von Wohnraum weiter einschränken und haben Auswirkungen auf potenzielle Käufer sowie bestehende Immobilieneigentümer.


