Austria Wien nach 0:2-Rückstand mit 3:2-Sieg gegen SV Ried
WIEN. Die Wiener Austria hat am Samstag, dem 20. September 2025, in der Fußball-Bundesliga eine dramatische Wende vollzogen. Nach einem 0:2-Rückstand zur Halbzeit konnte die Mannschaft von Trainer Stephan Helm die Partie gegen den Aufsteiger SV Ried mit 3:2 gewinnen. Mit diesem Sieg sicherte sich die Austria den dritten Saisonsieg in Folge und verbesserte sich in der Tabelle von Rang neun auf sieben. Die Innviertler stehen nun mit drei Punkten Rückstand auf Platz neun. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Rieder Stürmer Kingstone Mutandwa sorgte in der ersten Halbzeit für zwei Tore (22., 45.+2) und zeichnete sich durch einen starken Auftritt aus. Nach der Pause umrissen die Favoritner jedoch das Geschehen: Abubakr Barry (49.), Johannes Eggestein (77./Elfmeter) und Kapitän Manfred Fischer (84.) drehten die Partie innerhalb von 35 Minuten vor 12.077 Zuschauern in der Generali-Arena.
Kampf um den Derby-Vorteil
Vor dem Duell mit Rapid Wien nächste Woche war diese Begegnung eine wichtige Generalprobe für Austria. SVGs Trainer Helm erwähnte, dass das Team in der Vorbereitungswoche „brutal hart gearbeitet“ hatte, was sich in der zweiten Halbzeit widerspiegelte. In der ersten Hälfte war jedoch wenig von dem nötigen Selbstvertrauen zu sehen, das sich nach den vorherigen 1:0-Siegen gegen Altach und Sturm Graz aufgebaut hatte. Die Rieder hingegen zeigten eine mutige und engagierte Performance.
Die frühzeitigen Chancenverhältnisse waren deutlich: Obwohl Austria-Torhüter Andreas Leitner einen Volleyschuss von Fischer abwehren konnte, ließ die Verteidigung beim Aufbau im eigenen Drittel oft Unsicherheiten erkennen. Mutandwa, der sich in der ersten Halbzeit als das größte Problem für die Wiener erwies, war der entscheidende Faktor im Rieder Spiel, insbesondere beim ersten Treffer, der mit etwas Glück zustande kam.
Strittige Elfmeterentscheidung
Die Wende für Austria begann nach der Kabinenansprache, als sie umgehend den Anschlusstreffer erzielen konnten. Mutandwa hatte zuvor die Chance, das Ergebnis zu erhöhen, scheiterte jedoch am Torhüter. Nach einer unglücklichen Abwehraktion von Leitner wurde Barry im Strafraum von Ante Bajic gestört, woraufhin der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Diese Entscheidung sorgte für Aufregung, da sie von vielen als umstritten bezeichnet wurde.
Eggestein verwandelte den Elfmeter sicher und in der Folge drängte Austria weiter auf den Sieg. Fischer brachte die Gastgeber schließlich mit einem präzisen Schuss in Führung. Trotz weiterer Chancen hätte der Sieg auch höher ausfallen können, aber die Abschlussstärke der Wiener ließ vorerst zu wünschen übrig. Für Ried bedeutet dies die zweite Niederlage in Folge.
Die Austria bleibt im Aufwärtstrend und hat sich wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze gesichert, während Ried sich auf einen weiteren schweren Weg in der Liga einstellen muss.


