Davis Cup: ÖTV-Team führt in Ungarn trotz Misolic-Absage 2:0

September 12, 2025 22:12
Davis Cup: ÖTV-Team führt in Ungarn trotz Misolic-Absage 2:0

Davis Cup: ÖTV-Team führt trotz Misolic-Absage in Ungarn 2:0

DEBRECEN. Österreichs ersatzgeschwächtes Tennis-Davis-Cup-Team steht kurz vor dem Einzug ins Final 8 der besten acht Nationen. Nach dem ersten Tag des Länderkampfes in Debrecen führt die Mannschaft des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV) überraschend mit 2:0 gegen Ungarn. Jurij Rodionov siegte gegen Fabian Marozsan mit 6:2, 6:7(5), 7:5, während Lukas Neumayer mit 6:3, 3:6, 7:6(7) gegen Marton Fucsovics erfolgreich war. Damit wurde das krankheitsbedingte Fehlen von Filip Misolic, der wegen Fieber am Freitag die Heimreise antreten musste, kompensiert. Das fehlende Aufgebot könnte den Teamgeist jedoch beeinträchtigen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Das ÖTV-Team, unter der Leitung von Kapitän Jürgen Melzer, musste bereits auf Sebastian Ofner verzichten, der aufgrund körperlicher Probleme (Ferse, Handgelenk) nicht antreten konnte. Die Ersatzspieler zeigten jedoch starke Leistungen in der mit 6.000 Zuschauern gefüllten Fönix-Arena. An diesem Samstag haben Alexander Erler und Lucas Miedler die Möglichkeit, mit einem Sieg im Doppel den Aufstieg ins Finalturnier in Bologna zu sichern.

Premierensieg gegen Marozsan

Jurij Rodionov, derzeit auf Rang 158, erzielte seinen ersten Sieg gegen Marozsan im dritten Duell. Der Linkshänder kam schnell ins Spiel und führte im ersten Satz mit 5:1. Auch im zweiten Satz startete er stark, bevor Marozsan zurückschlug. Im entscheidenden Match tie-break bewies Rodionov Nervenstärke und sicherte sich den Satz sowie den Sieg nach 2:17 Stunden.

„Es war ein großartiges Match, eine richtige Achterbahnfahrt. Am Ende hat der Spieler mit den besseren Nerven gewonnen. Ich bin überglücklich“, äußerte der 26-jährige Niederösterreicher nach seinem Erfolg. Er betonte die Bedeutung des Glaubens an die eigenen Fähigkeiten in emotionalen Momenten.

Dritter Sieg für Neumayer im dritten Match

Lukas Neumayer, auf Rang 173 gelistet, feierte ebenfalls einen bedeutenden Sieg gegen die Weltranglisten-59. Sein Spiel war geprägt von entscheidenden Breaks und einem spannenden dritten Satz, den er im Tiebreak nach 2:57 Stunden für sich entschied. „Ich habe eines meiner besten Matches in meiner Karriere gespielt. Es war extrem hart, am Ende war es ein physischer Kampf“, so Neumayer nach seinem Triumph.

Dieser Sieg könnte es Österreich ermöglichen, zum fünften Mal in der Open Era zu den besten acht Nationen der Welt zu gehören, ein Kunststück, das letztmals 2012 gelang. Das Team blickt optimistisch auf die kommenden Herausforderungen, während die Fans auf einen weiteren Beitrag zur Geschichte des österreichischen Tennis hoffen.

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