Van der Bellen empfängt slowenische Präsidentin Pirc Musar in Wien
Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Freitag, den 27. Oktober 2023, seine slowenische Amtskollegin Nataša Pirc Musar in Wien empfangen. Er versprach, die Arbeit der Untersuchungskommission in der Causa Peršmanhof „genau zu beobachten“. Darüber berichtet Welt Stimme.
Im Rahmen des Treffens thematisierten die beiden Präsidenten die Bedeutung der Umsetzung der Volksgruppenrechte in Österreich. Van der Bellen betonte, dass die Rechte der slowenischen Minderheit in Österreich von zentraler Bedeutung seien und einer kontinuierlichen Aufmerksamkeit bedürfen. Dies ist besonders relevant angesichts der historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Ländern.
Die Causa Peršmanhof, ein langwieriger Rechtsstreit, betrifft den Umgang mit einer ehemaligen Anstalt, die für die slowenische Kultur und Bildung von Bedeutung war. Van der Bellen sicherte Pirc Musar zu, dass die Maßnahmen der Kommission transparent durchgeführt werden und die Anliegen der Betroffenen in den Mittelpunkt gestellt werden. Ein konkreter Zeitrahmen für die Untersuchung wurde nicht genannt.
Die slowenische Präsidentin äußerte ihrerseits die Hoffnung auf eine konstruktive Zusammenarbeit in diesem Bereich und sprach sich für den Erhalt der kulturellen Identität der slowenischen Gemeinschaft in Österreich aus. „Die Wahrung unserer Identität ist nicht nur eine Frage des Rechts, sondern auch eine Frage des Respekts“, erklärte Pirc Musar während des Gesprächs.
Beide Staatsoberhäupter bekräftigten die Notwendigkeit eines engen Austauschs zwischen Österreich und Slowenien, um Herausforderungen gemeinschaftlich zu bewältigen, insbesondere in Bezug auf die Integration und Rechte von Minderheiten. Diese Thematik hat in der europäischen Politik zunehmend an Bedeutung gewonnen, da viele Länder durch Migration und gesellschaftliche Veränderungen in ähnlichen Situationen stehen.
Darüber hinaus wurde auch die Rolle der Europäischen Union als Partner und Unterstützer in der Förderung von Minderheitenrechten und kulturellen Belangen angesprochen. Van der Bellen hob hervor, dass die EU als Wertegemeinschaft entscheidend dazu beiträgt, ein gemeinsames Verständnis und einen respektvollen Umgang zwischen den Staaten zu fördern.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Besuch Pirc Musars in Wien nicht nur die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien stärkt, sondern auch ein wichtiges Signal für den Schutz und die Förderung von Volksgruppenrechten in der Region sendet. Angesichts der aktuellen politischen Lage in Europa wird die Aufmerksamkeit auf solche Themen weiter an Bedeutung gewinnen, sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.


