Olympische Winterspiele 2026: Embacher auf Normalschanze Siebenter, Gold an Raimund
Predazzo, 09. Februar 2026 – Bei den Olympischen Winterspielen in Predazzo haben die österreichischen Skispringer nicht die Erwartungen erfüllt. Der beste rot-weiß-rote Athlet, Stephan Embacher, belegte den siebenten Platz, während der deutsche Philipp Raimund, bislang ohne Weltcupsieg, die Goldmedaille gewann. Raimund setzte sich mit 3,4 Punkten Vorsprung gegenüber dem polnischen Sensationsmann Kacper Tomasiak durch. Bronze ging an das japanische Duo Ren Nikaido und Gregor Deschwanden aus der Schweiz, die mit exakt 8,1 Punkten Rückstand den dritten Platz belegten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Favoriten, darunter Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi aus Japan und Weltmeister Marius Lindvik aus Norwegen, konnten ebenfalls nicht überzeugen und landeten auf den Plätzen acht und zwölf. Der dominierende Weltcup-Springer Domen Prevc aus Slowenien schloss seinen Wettkampf auf dem sechsten Platz ab, nur 0,6 Punkte vor Embacher. Letzterer verbesserte sich von Rang 19 nach dem ersten Durchgang bei einer misslungenen Landung und drückte seine Enttäuschung aus: „Ich habe es im ersten verschissen, das zipft mich an. Vielleicht wollte ich zu viel, ich wollte jeden Meter rauskitzeln, das ist leider in die Hose gegangen.“ Letztlich fehlten ihm 4,8 Punkte auf das Podest. Der 20-jährige Olympiadebütant bestätigte, dass der Frust überwiege, da es um die ersten drei Plätze gehe.
Österreichs Leistung enttäuscht: Hörl und Tschofenig geschlagen, Kraft fällt zurück
Der zweitbeste Österreicher, Daniel Hörl, landete auf dem elften Platz und verbesserte sich im Finale lediglich um zwei Plätze. „Elfter interessiert keinen, es zählt nur eins, zwei und drei. Wir haben aber noch ein paar Chancen, wir geben nicht auf“, sagte Hörl. Daniel Tschofenig, nach dem ersten Durchgang als bester Österreicher platziert, fiel auf den 15. Platz zurück und meinte: „Ich musste im zweiten voll riskieren, aber es ist nicht aufgegangen. Gut war es nicht, so ehrlich muss man sein.“
Der Ex-Weltmeister Stefan Kraft, Sieger des einzigen Normalschanzen-Weltcups dieser Saison, enttäuschte und musste sich mit dem 27. Platz begnügen. „Ein harter Tag, ich habe kleine Fehler gemacht, keine groben Schnitzer, aber die darfst du dir nicht erlauben. Es wollte irgendwie nicht sein, es ist irgendwie gar nicht gegangen“, erklärte Kraft, der die Schanze als eigenartig bezeichnete.


