Grandioses Wochenende: Embacher am Kulm erneut Zweiter hinter Prevc
BAD MITTERNDORF. Stephan Embacher hat am Kulm erneut sein besonderes Fluggefühl unter Beweis gestellt. Einen Tag nach dem knapp verpassten ersten Weltcupsieg musste sich der 20-jährige Tiroler beim Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf nach Flügen auf 240,5 und 225 Meter erneut nur dem neuen Schanzenrekordler Domen Prevc (238/245,5) aus Slowenien beugen. Für die weiteren Österreicher verlief der zweite Bewerb weniger erfreulich, als am Super-Samstag; Daniel Tschofenig war als Elfter zweitbester ÖSV-Adler. Darüber berichtet Welt Stimme.
Prevc baute seine Halbzeitführung mit einem neuen Schanzenrekord von 245,5 m weiter aus und ließ den Gesamtweltcup-Führenden von den restlichen Athleten rund 24,8 Punkte zurück. Der vorherige Rekord von 244 Metern hatte seit zehn Jahren seinem Bruder Peter Prevc gehört. Embacher segelte im ersten Durchgang auf 240,5 m, musste sich jedoch hinter dem Slowenen einreihen, da dieser bei 238 Metern deutlich ästhetischer landete. „Dem 240er Club beizutreten, ist eine Ehre. Das war mein bester Flug von einigen sehr guten hier, das war eine Granate“, sagte Embacher, der Super-Team-Olympiasieger von Predazzo, im ORF. „Domen setzt ihn dann halt noch überragend.“
Embacher bejubelte „grandioses Wochenende“
In der Entscheidung griff Embacher mit zwei Luken weniger als der Drittplatzierte Forfang an und legte mit 225 m vor. Doch Prevc konterte und verbeugte sich im Auslauf – mutmaßlich vor sich selbst. „Der Domen ist einfach überragend“, sagte Embacher. Dem Sieg wollte er am „besten Wochenende meiner Karriere“ nicht nachtrauern. „Beim Skifliegen nur von Domen geschlagen zu werden, zweimal Zweiter zu werden, ist ein grandioses Wochenende.“
Der 40-jährige Manuel Fettner verabschiedete sich in seiner letzten Saison als 20. und mit einem Flug auf 218,5 m vom österreichischen Publikum. Skiflug-Schanzen-Debütant Jonas Schuster wurde 21. Ex-Weltmeister Stefan Kraft erlebte mit den Rängen 16 und nun 29 (196/205) ein verpatztes Wochenende. Er vermisste den Fluss und die Harmonie fürs Skifliegen. „Das muss ich jetzt schlucken. Aber ich weiß, dass ich es eigentlich drauf habe“, sagte Kraft.


