SVR-Präsident nach „Fan-Eklat“: „Der Vorfall ist nicht zu dulden und untragbar!“
RIED. Am Samstagabend wurde das Oberösterreich-Derby zwischen SV Oberbank Ried und Blau-Weiß Linz durch einen Vorfall überschattet, der für erhebliche Diskussionen sorgte. Nach einem grandiosen 2:1-Heimsieg beschimpfte ein Fan-Vertreter die Gäste aus Linz live über ein Mikrofon vom Rasen aus. In einem Gespräch mit den OÖNachrichten äußerte sich Rieds Präsident Thomas Gahleitner unmissverständlich: „So etwas muss Konsequenzen nach sich ziehen, denn das schadet unserem grundsätzlich sympathischen Vereinsimage enorm.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Vorfall geschah während einer aufwendigen Choreografie, die der Fanclub „Glory Boys“ anlässlich seines 20-jährigen Bestehens veranstaltete. Während der gesamten Veranstaltung erklärte ein „Capo“ den Ablauf, nutzte das Mikrofon jedoch nicht nur für Anweisungen, sondern auch um die Gäste auf vulgäre Weise zu beschimpfen. Erst als Rieds Marketingleiter Tim Entenfellner ihm das Mikrofon abnahm, endete das beschämende Szenario.
Zusätzlich zur negativen Publicity steht der SV Ried möglicherweise vor finanziellen Folgen. Durch die Nutzung pyrotechnischer Mittel während des Spiels musste die Begegnung für mehrere Minuten unterbrochen werden, was laut Gahleitner ebenfalls schwerwiegende Konsequenzen haben könnte. „Diese Unterbrechung hat uns gestört und ich denke, dass es auch unsere Spieler betroffen hat“, sagte Verteidiger Oliver Steurer nach dem Spiel. „Im Endeffekt haben wir das Spiel gewonnen und das zählt“, fügte er hinzu.
Gahleitner betonte, dass er von zahlreichen Zuschauern auf den Vorfall angesprochen wurde und entschuldigte sich sowohl im Stadion als auch öffentlich für das Verhalten des Fan-Vertreters. „Es tut uns leid, das passt einfach nicht. Es ist untragbar, nicht duldbar, und es schadet unserem Image“, erklärte er. Er kündigte außerdem an, dass Gespräche mit den Verantwortlichen für die Matchtagsplanung stattfinden werden, da dieser Vorfall im Vorstand als sehr ernstes Thema betrachtet wird.
Der Vorfall und die damit verbundene Diskussion werfen einen Schatten auf den für Ried erfreulichen Heimsieg, der durch ein spektakuläres Siegestor von Kingstone Mutandwa in der Nachspielzeit entschieden wurde. Während die Mannschaft ihre Erfolge feiert, bleibt die Herausforderung, die Vereinsidentität zu wahren und gleichzeitig zu zeigen, dass solches Verhalten nicht toleriert wird.


