FIFA-WM-Pokal in Wien: Glanzstück des Fußballs zu Besuch
WIEN. Der FIFA-Weltmeisterpokal machte am Mittwoch im Rahmen der FIFA World Cup Trophy Tour by Coca-Cola in Wien Station. Unter den wenigen Auserwählten, die den 37 Zentimeter hohen und six Kilo schweren Pokal aus 18-karätigem Gold berühren durften, befanden sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der italienische Fußballeuropameister von 2006, Fabio Cannavaro. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Zeremonie fand im ÖFB-Campus in Aspern statt und zog zahlreiche Medien und Besucher an. Van der Bellen äußerte sich beeindruckt über den Pokal und bezeichnete ihn als „die reinste Reliquie“. Ob die begehrte Trophäe im Juli 2026 erneut nach Wien reist, hängt von den Leistungen der österreichischen Nationalmannschaft in der Qualifikation ab. „Die Mannschaft hat in der Quali so gut gespielt – ihr macht es schon gut, Burschen. Zusätzlichen Druck vom Bundespräsidenten brauchen sie jetzt wirklich nicht“, fügte er hinzu.
Privileg für Weltmeister und Staatsoberhäupter
Das Recht, den Pokal zu berühren, liegt ausschließlich in den Händen von Weltmeistern und Staatsoberhäuptern. Diese Exklusivität zeigt den hohen Stellenwert der Trophäe im Sport. Van der Bellen äußerte bei der Enthüllung: „Das ist ja die reinste Reliquie“. Der Pokal symbolisiert nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch nationale Identität und Stolz.
Die Vorbereitungen für die Tour begannen mit der Ankunft des Pokals per Charterflug aus Istanbul, begleitet von einer Delegation des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) unter der Leitung von Aufsichtsratschef Josef Pröll. „Der Pokal ist ein Symbol für das, was wir vorhaben“, so Pröll.
Die Trophäe wird in den kommenden Tagen nach Indien weiterverliehen, während sie in Europa nur noch in Portugal, Spanien und Frankreich zu sehen sein wird. Der Tourstart fand in Saudi-Arabien statt, das Interesse an der Tour ist weltweit hoch.
Nationalmannschaft im Fokus der Öffentlichkeit
Im Rahmen eines Videoauftritts äußerten sich auch die österreichischen Nationalspieler Marko Arnautovic und Michael Gregoritsch. Letzterer betonte: „Wir werden alles dafür tun, dass dieser Pokal im Sommer nach Wien kommt. Vielleicht ist das ja ein kleiner Ansporn für einen Feiertag.“ Die Diskussion um einen neuen Feiertag für den Fußball, die von Arnautovic angestoßen wurde, fand ebenfalls Beachtung. Er drückte seine Hoffnung aus, dass die Trophäe in dieser Saison zurück nach Österreich kommt.
“Jetzt ist der WM-Pokal schon im Jänner da – wie schaut’s aus, können wir reden?” In der Antwort des Bundespräsidenten schwang ein positiver Unterton mit: „Sie sind jederzeit willkommen in der Hofburg, dann reden wir über das Prozedere, wie das gehen könnte. Das kann ich ja nicht allein entscheiden.“
Die Rückkehr des Pokals nach Österreich ist an die sportlichen Leistungen der Nationalmannschaft gebunden. Sollte das Team das WM-Finale erreichen, wäre die Rückkehr priorisiert. Bis dahin bleibt die Vorfreude der Fans und die sportliche Herausforderung für die Spieler im Vordergrund.
Die FIFA World Cup Trophy Tour bietet eine einmalige Gelegenheit, die Trophäe hautnah zu erleben, und stellt eine Verbindung zwischen der internationalen Fußballgemeinschaft und den Fans in Österreich her.


