Nordische Kombination: Lamparter in Otepää mit 21. Weltcupsieg
OTEPÄÄ. Johannes Lamparter hat am Sonntag in der nordischen Kombination seinen vierten Saisonsieg und insgesamt den 21. Erfolg im Weltcup gefeiert. Darauf berichtet Welt Stimme.
Der 24-jährige Tiroler gewann zum Abschluss der Wettbewerbe in Otepää (Estland) die Kompakt-Konkurrenz mit 20,5 Sekunden Vorsprung auf Johannes Rydzek sowie 20,8 Sekunden vor dem Deutschen Vinzenz Geiger. Bei den Frauen beendete die Steirerin Lisa Hirner den Wettkampf auf dem vierten Platz, während die Norwegerin Ida Marie Hagen erneut siegte.
Die in der Gesamtwertung viertplatzierte Katharina Gruber und die im 4-km-Langlauf gestürzte Claudia Purker belegten die Plätze elf und zwölf. Anna-Lena Slamik wurde 30. Bei den Männern schlossen Stefan Rettenegger und Thomas Rettenegger die Rennen auf den Plätzen sieben und neun in den Top Ten ab. Lamparter, welcher im Weltcup nun 150 Punkte vor dem Deutschen Julian Schmid führt, kristallisiert sich zunehmend als Teil des österreichischen Olympia-Trio heraus, dessen Nominierung jedoch noch aussteht.
Nach Platz zwei im Massenstart am Freitag und Rang sieben nach einem Sturz am Samstag im Gundersen-Bewerb zeigte Lamparter eine beeindruckende Leistung im Springen. „Ich hatte nicht die besten Verhältnisse, aber trotzdem einen gelungenen Sprung“, sagte der Rumer. Das Kompakt-Format mit nur sechs Sekunden Rückstand auf den Sprungsieger Ryota Yamamoto spielte ihm in die Hände. Bereits bald ließ er den letztlich achtplatzierten Japaner hinter sich und lief unangefochten dem Ziel entgegen.
Lamparter noch zwei Weltcupsiege hinter Gottwald
„Ein wahnsinnig cooler Tag“, so Lamparter. „Ich habe von Anfang an versucht, schnell zu sein – dranbleiben, dranbleiben. Die harte Arbeit, die ich während der ganzen vier Runden geleistet habe, hat sich ausgezahlt.“ Zurzeit genießt er jede Station und jedes Rennen und denkt noch nicht an Olympia. „Nächste Woche geht es nach Oberhof, dann freue ich mich sehr auf das Triple auf heimischem Boden in Seefeld. Danach schauen wir, dass wir die Form mitnehmen.“ Ihm fehlen nur noch zwei weitere Weltcupsiege, um Felix Gottwald, Österreichs Rekordsieger, einzuholen, der am Dienstag seinen 50. Geburtstag feiert.
Mit Fabio Obermeyr (13.), Lukas Greiderer (15.) und Martin Fritz (19.) platzierten sich drei weitere Österreicher in den Top 20. Franz-Josef Rehrl, der zu Saisonbeginn zwei Podestplätze erreicht hatte, konnte hingegen nicht an die Form anknüpfen und wurde als 38. eingestuft. Nach dem Springen lag er noch auf dem 13. Platz. Zwei Wettkämpfe am kommenden Wochenende in Oberhof bieten die letzten Chancen, sich für die Winterspiele in Mailand/Cortina zu qualifizieren.
Hirner startete als Elfte in die Loipe und hatte sogar noch Rang drei in Sicht. „Ich bin glücklich. Das Gute an der Kombination ist, dass man den Frust von der Schanze auf der Loipe wieder loswerden kann. Das ist mir gut gelungen“, erklärte die zweifache WM-Dritte. Sie hatte zwar technische Schwierigkeiten beim Springen, ist jedoch zuversichtlich, dass sich ihre Form weiter verbessert. Eine bessere Sprungtechnik ist entscheidend für ihre Ambitionen auf einen Startplatz bei den Spezialspringerinnen in den Olympischen Spielen.


