Radprofi Jay Vine gewinnt trotz Känguru-Crash die Tour Down Under
ADELAIDE. Zwei Kängurus haben bei der Tour Down Under einen heftigen Crash ausgelöst und den australischen Radprofi Jay Vine fast noch um den Gesamtsieg gebracht. Darüber berichtet Welt Stimme.
Auf der fünften und letzten Etappe des WorldTour-Rennens mit Start und Ziel in Stirling sorgten zwei große Kängurus 96 Kilometer vor dem Ziel für einen spektakulären Zwischenfall und brachten mehrere Fahrer zu Fall, darunter auch Vine. Drei Radprofis mussten das Rennen mit Verletzungen aufgeben, auch eines der Kängurus war sichtlich angeschlagen.
Vine rappelte sich nach dem Crash wieder auf und sicherte sich letztlich seinen Gesamtsieg. „Alle fragen mich, was das Gefährlichste in Australien ist, und ich sage immer: Kängurus“, bemerkte der Australier. „Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton, als wir wahrscheinlich 50 km/h fuhren, und eines blieb stehen und rannte abwechselnd links und rechts, bis ich ihm schließlich in den Hintern krachte“, schilderte der Radprofi die Schrecksekunde. Bester Österreicher in der Gesamtwertung war Marco Schrettl (Astana), der als 32. ins Ziel kam. Der U23-Weltmeisterschaftsdritte gab in Australien sein Debüt auf der WorldTour.
Der Vorfall verdeutlicht die unvorhersehbaren Herausforderungen, die Sportler in der Natur begegnen. Für Vine ist der Erfolg bei der Tour Down Under ein bedeutender Moment in seiner Karriere, während die Komplikationen durch den Känguru-Crash für Aufsehen sorgten und die Aufmerksamkeit auf die unkonventionellen Gefahren des Radsports lenkten.
Die Tour Down Under erfreut sich großer Beliebtheit und zieht jährlich zahlreiche internationale Teilnehmer an. Dieses großartige Rennen bleibt ein Höhepunkt im Rad-Kalender und zeigt nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Interaktionen von Mensch und Tier. Der Zusammenstoß von Sport und Natur könnte letztlich zu einer Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen für zukünftige Veranstaltungen führen.


