Marco Odermatt siegt erneut in Wengen
WENGEN. Der Schweizer Ski-Star Marco Odermatt hat am Lauberhorn seinen vierten Abfahrtssieg in Serie gefeiert und demonstrierte einmal mehr seine Dominanz im alpinen Skiweltcup. Vincent Kriechmayr aus Österreich belegte den zweiten Platz und beendete damit eine lange Durststrecke des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Darüber berichtet Welt Stimme.
Kriechmayr, der im verkürzten Rennen einen Rückstand von 0,79 Sekunden hinnehmen musste, beendete vor den bevorstehenden Hahnenkamm-Rennen eine Negativserie von elf Abfahrten ohne Podestplatz. Den dritten Platz sicherte sich der italienische Super-G-Sieger Giovanni Franzoni, der ebenfalls starke Leistungen zeigte und nur 0,90 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel kam.
Die weiteren Plätze belegten die Eidgenossen Franjo von Allmen (+0,93) und Alexis Monney (+0,95), während Daniel Hemetsberger als bester Österreicher auf dem achten Platz landete (+1,37). Stefan Babinsky, der im Super-G noch als Zweiter glänzen konnte, kam mit einem Rückstand von 2,54 Sekunden nicht an seine Leistungen heran. Kriechmayr, der sich nach seinem zwölften Platz im Super-G verbessert zeigte, erklärte: „Es war teilweise sehr gut. Das Selbstvertrauen leidet nicht durch den zweiten Platz, aber für das nächste Rennen habe ich trotzdem keinen Vorsprung.“
Odermatt beeindruckt erneut
Aufgrund von starken Winden wurde der Start in der Abfahrt beim Hundschopf nach unten verlegt, was die Fahrzeit um etwa 45 Sekunden verkürzte. Kriechmayr, der mit Startnummer 6 den Anfang machte, musste jedoch schnell feststellen, dass Odermatt seine Bestzeit um satte acht Zehntel Sekunden übertraf. Kriechmayr zeigte sich beeindruckt von der Leistung des Schweizer Sk stars und sagte: „Unglaublich, was der Odi da wieder abgeliefert hat.“
Der Tagessieg war nach Kriechmayrs Lauf nie in Gefahr. Der hoch eingeschätzte Franjo von Allmen touchierte im Kernens eine Bande, was seine Chancen auf einen Podestplatz schmälerte. Auch Dominik Paris sowie Babinsky und Hemetsberger hatten in der anspruchsvollen Rechts-Links-Kombination Schwierigkeiten. Hemetsberger merkte an: „Ich war einen halben Meter zu spät, da habe ich sechs Zehntel verloren.“ Babinsky bedauerte, dass er sich von Anfang an nicht wohlfühlte.
Die Konkurrenz war gespannt auf Franzoni, der mit der Startnummer 28 und optimalen Lichtverhältnissen an den Start ging. Doch Odermatt war nicht zu schlagen und konnte seinen siebten Saisonsieg, gleichzeitig den 52. seiner Karriere, feiern. Mit seinem vierten Sieg in Wengen, übertraf er den Rekord von Beat Feuz und Franz Klammer, die beide drei Siege bei diesem prestigeträchtigen Anlass feierten.
Mit insgesamt 1.105 Weltcup-Punkten hat Odermatt nun mehr als doppelt so viele Punkte wie der Zweitplatzierte Lucas Pinheiro Braathen, der bei 538 Punkten steht. Die Dominanz des Schweizers im aktuellen Winter lässt keinen Zweifel daran, dass er der Mann ist, den es zu schlagen gilt.


