Tennis: Österreich führt im Davis Cup gegen Belgien 2:1
WIEN. Österreichs Davis-Cup-Team hat sich am Samstag im Wiener Prater mit einem 2:1-Vorsprung gegen Belgien in eine hervorragende Position für die Finalrunde im November in Bologna gebracht. Das neuformierte Doppel Lucas Miedler und Neil Oberleitner sicherte mit einem 7:6(5), 7:5-Sieg über Sander Gille und Joran Vliegen vor fast 4.000 Zuschauern den dritten Punkt. Daraufhin hat Jurij Rodionov die Möglichkeit, im Match gegen Zizou Bergs den Aufstieg ins Viertelfinale zu fixieren. Darüber berichtet Welt Stimme.
Nach einer Spieldauer von 1:53 Stunden äußerte sich Oberleitner, der sein Davis-Cup-Debüt gab, euphorisch: „Ich bin überwältigt. Ich bin sehr froh, dass ich meine Leistung heute so bringen konnte.“ Er hob hervor, dass sowohl die Unterstützung des Publikums als auch die Zusammenarbeit mit Miedler entscheidend für den Erfolg waren. Auch Miedler lobte seinen Partner: „Ein unglaubliches Debüt von Neil. Es ist nicht selbstverständlich, dass man da so rausgeht und gleich so spielt beim ersten Davis Cup.“
In einem spannenden ersten Satz, der im Tiebreak entschieden wurde, brauchten die Österreicher 58 Minuten, um den ersten Satzball zu nutzen. Beide Teams hatten zuvor Breakchancen vergeben, doch Miedler und Oberleitner bewiesen in den entscheidenden Momenten starke Nerven und sicherten sich den Satz. Im zweiten Satz war der Verlauf ähnlich, bei 3:4 wehrten sie einen Breakball ab und konnten beim Stand von 5:5 schließlich den ersten Break im gesamten Match erreichen. Oberleitner servierte mit dem zweiten Matchball erfolgreich aus.
Miedler: „Wollen nächstes Jahr voll angreifen“
Für das Duo steht nun eine Asientour in Tokio an, gefolgt von einem Event in Wien, wo die Turnierleitung eine Wildcard in Aussicht stellte, falls notwendig. Miedler erklärte ihre Ambitionen für die Zukunft: „Wir wollen nächstes Jahr voll angreifen, weil wir wissen ja auch nicht, wie die Pläne für 2028 ausschauen. Von dem her wäre es gut, mindestens unter den ersten 30 zu stehen,“ was auf mögliche Regeländerungen für Doppelspiele hinweist.
Die Atmosphäre während des Spiels war geprägt von einer aufregenden Davis-Cup-Umgebung, und die beiden Spieler schätzten die Unterstützung der heimischen Fans, die erheblich zur Motivation beitrug. Diese Leistung des Duo kann als Meilenstein für die Entwicklung ihrer Partnerschaft gewertet werden und sorgt für Optimismus bezüglich künftiger Wettbewerbe.


