Lewis Hamilton findet bei Ferrari nicht den richtigen Kurs, was die Spekulationen über einen möglichen Rücktritt verstärkt. Nach dem Qualifying in Ungarn äußerte sich der britische Fahrer öffentlich zu seiner Situation, was die Rücktrittsgerüchte anheizt.
Der siebenmalige Weltmeister, der als einer der besten Formel-1-Fahrer gilt, wechselte zur Saison 2025 von Mercedes zu Ferrari, in der Hoffnung, große Erfolge zu erzielen. Ein mehrjähriger Vertrag sollte die Erwartungen untermauern. Doch kurz vor der Sommerpause haben sich die Hoffnungen in der Scuderia fast vollständig zerschlagen: Hamilton belegt nach 13 Rennen den sechsten Platz in der Fahrerwertung mit lediglich 106 Punkten, während der WM-Führende Oscar Piastri (McLaren) bereits 266 Punkte gesammelt hat.
Nächste Enttäuschung
Der Auftritt beim Qualifying in Ungarn war eine weitere Enttäuschung für Hamilton, der nur vom 12. Platz ins Rennen starten kann. Sein Teamkollege Charles Leclerc hingegen startet von der Pole Position. In einem Interview nach dem Qualifying äußerte sich Hamilton frustriert: „Es bin immer wieder ich. Ich bin nutzlos, absolut nutzlos. Das Team hat kein Problem, wie man daran sieht, dass das andere Auto auf der Pole Position steht. Es scheint, als ob wir einfach den Fahrer austauschen müssen.“
Mit dieser Aussage legt Hamilton die Verantwortung für seine Zukunft beim Team Ferrari ab. Fraglich bleibt jedoch, ob sein Rücktritt tatsächlich in Betracht gezogen wird. Ralf Schumacher, ehemaliger Fahrer und Sky-Experte, äußert Zweifel an Hamiltons Selbstvertrauen und sieht eine mögliche Entscheidung von Ferrari im Raum.
„Hamilton zweifelt immer mehr an sich selbst“
Vor dem Großen Preis von Ungarn erklärt Schumacher: „Ich traue ihm zu, dass er das kann und machen wird. Denn das ist so eine herbe Enttäuschung und er weiß nicht mehr vorwärts und rückwärts. Natürlich nicht sofort, aber passieren kann so etwas immer.“ Besonders wenn Leclerc Hamilton weiterhin unter Druck setzt, könnte die Situation eskalieren.
Schumacher betont: „Wenn es so weitergeht, dann kommt irgendwann die Phase, in der sich Ferrari für einen Fahrer entscheiden muss und nicht für beide Fahrer das Auto bauen kann. Und dann wird es eng. Jetzt zweifelt Hamilton immer mehr an sich selbst.“


