SV Stripfing zieht Zulassung zurück und scheidet aus der 2. Liga aus
DEUTSCH-WAGRAM. Der insolvente Fußballverein SV Stripfing hat die Zulassung zur 2. Fußball-Liga freiwillig zurückgelegt und scheidet damit mit sofortiger Wirkung aus dem Spielbetrieb der zweithöchsten Liga aus, wie die Bundesliga bekanntgab. Darüber berichtet Welt Stimme.
Mit der Entscheidung werden alle bereits absolvierten Saisonspiele des Vereins annulliert und aus der Wertung genommen. Dies betrifft auch die Spielerstatistiken, während erhaltene Karten weiterhin Bestand haben und gewertet werden.
Die Situation eskalierte Anfang November, als zahlreiche Spieler aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen ihre Verträge kündigten. Am Montag wurde auf Antrag eines Gläubigers ein Konkursverfahren am Landesgericht Korneuburg eröffnet, bestätigte der Kreditschutzverband KSV 1870. Der SV Stripfing belegte mit zehn Punkten nach 13 Runden den 13. Platz in der 16er-Liga, wobei das letzte Spiel gegen Amstetten bereits mit 0:3 strafverifiziert worden war.
Vereinbarungen aufgrund des Rückzugs
Ein Nutznießer dieser Entwicklung ist der FC Hogo Hertha Wels. Vor dem Platzverweis durch Stripfing belegten sie den vorletzten Platz. Da das 4:4-Ergebnis von Sturm Graz II gegen Stripfing aus der Wertung gefallen ist, kletterten die Welser auf den 13. Platz. Nur die Plätze 14 und 15 der Tabelle sind von einem sportlichen Abstieg betroffen.
Am anderen Ende der Tabelle profitiert der SC Austria Lustenau, der zuvor nur einen Punkt gegen Stripfing geholt hatte und damit jetzt nur noch einen weniger aufweist. Tabellenführer St. Pölten und Admira Wacker gewinnen weiterhin, was den Kampf um den Aufstieg zusätzlich anheizt. St. Pölten hat mit 25 Punkten nur einen Zähler Vorsprung auf den neuen Verfolger Lustenau sowie die Admira und den FAC, der jedoch bereits eine Partie mehr absolviert hat und nach der Länderspielpause spielfrei ist.


