Vor dem ÖFB-Cup: Union Gurten und die Herausforderungen gegen SV Ried

August 25, 2025 06:52
Vor dem ÖFB-Cup: Union Gurten und die Herausforderungen gegen SV Ried

Vor Pokal-Schlager: So viel SV Ried steckt in Gurten

Von Raphael Watzinger, 25. August 2025, 06:30 Uhr

RIED. Großteil der Kicker des Drittligisten war bereits bei Wikingern am Ball; jetzt wollen es die „Aussortierten“ ihrem Ex-Klub zeigen.

Seit der Auslosung der 2. Runde im ÖFB-Fußball-Cup ist es das bestimmende Thema im Innviertel: Das bevorstehende Aufeinandertreffen von Regionalligist Union Gurten und Bundesliga-Klub SV Ried am Dienstag im Klaus-Roitinger-Stadion (19.30 Uhr). „Viele Innviertler Fußballfans haben sich genau dieses Duell gewünscht“, jubelte Gurten-Kapitän Thomas Reiter. Morgen ist es so weit – nach Salzburg, Rapid oder dem LASK wartet auf das „gallische Fußball-Dorf“ aus dem Innviertel das nächste Pokal-Highlight. „In Wahrheit beschäftigt uns das Duell schon seit der Auslosung. Wir haben versucht, dieses Thema auf die Seite zu schieben, ganz ist das aber nicht möglich. Die ganze Mannschaft lebt im Innviertel, jeder wird damit tagtäglich konfrontiert“, sagt Gurten-Trainer Peter Madritsch.

Dass der Pokal-Schlager schon länger in den Köpfen seiner Spieler ist, merkte der 50-Jährige auch am Freitag bei der 1:3-Niederlage in der dritthöchsten Spielklasse gegen die LASK-Amateure: „Da hat man schon gesehen, dass wir punktuell vielleicht nicht voll bei der Partie waren, weil die Vorfreude einfach schon riesengroß ist. Aber auch das ist menschlich.“

Von Ried zu Gurten

Die Cup-Begegnung bedeutet nicht nur das Duell der zwei besten Fußball-Teams aus dem Bezirk Ried – es bringt auch viele emotionale Geschichten mit sich:

So war der Großteil der Kicker des Drittligisten auch schon einmal bei den Wikingern aktiv. Egal ob Jakob Kreuzer und Felix Seiwald im Profi-Bereich oder Gurtens Stammspieler um Felix Sickinger sowie Simon Schnaitter in den Rieder Akademieteams – 17 der 23 Kaderspieler haben Ried-Vergangenheit. Auch Co-Trainer Florian Hirsch und Dominik Reinthaler waren bereits beim „großen Bruder“ aktiv. „Es sind einige Spieler dabei, wo Ried Nein gesagt hat. Für Ried waren sie ,zu schlecht‘, dementsprechend motiviert sind die Spieler auch“, verrät Gurten-Coach Madritsch.

Nichtsdestotrotz herrscht zwischen den Klubs eher gutes Auskommen als Rivalität: „Ried-Fans sind wir alle, weil es positiv ist, wenn man die Bundesliga vor der Tür hat. Man kennt sich auch auf Vorstandsebene sehr gut, viele Spieler, Trainer und Funktionäre besuchen regelmäßig die Ried-Spiele.“

Gurten-Kicker packten an

Was es benötigt, um ein kleines Cup-Wunder möglich zu machen? „Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir sind als Truppe über Jahre gewachsen, jeder kämpft für den anderen. Das muss Ried erst einmal knacken“, sagt Gurtens Abwehrchef Reiter, der zwischen 2011 und 2015 für das damalige Amateurteam der Wikinger Neuhofen/Ried aktiv war.

Den Zusammenhalt stellte sein Klub in den vergangenen Tagen wiederholt unter Beweis: Beim Aufbau half das gesamte Team mit. Madritsch: „Alles, was bei der Union Gurten Rang und Namen hat, war im Einsatz.“

Darüber berichtet Welt Stimme.

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