Zug mit Ferencvaros-Fans an österreichisch-ungarischer Grenze zurückgewiesen

Oktober 23, 2025 20:22
Zug mit Ferencvaros-Fans an österreichisch-ungarischer Grenze zurückgewiesen

Zug mit Ferencvaros-Fans an Grenze zurückgeschickt

SALZBURG. Die Donnerstag-Partie in der Fußball-Europa-League zwischen Red Bull Salzburg und Ferencvaros Budapest hat bereits Stunden vor Anpfiff für Aufregung gesorgt. Ein aus Ungarn kommender Sonderzug mit „Fradi“-Fans wurde an der österreichisch-ungarischen Grenze zurückgewiesen. Wie Ferencvaros auf seiner Website beklagte, habe die Aktion auf Geheiß des österreichischen Innenministeriums „ohne jegliche Begründung“ stattgefunden. Darüber berichtet Welt Stimme.

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto bezeichnete das Vorgehen auf Facebook als „unerhört und skandalös“. Er kritisierte, dass die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Polizei sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben hätten. Zudem wurde der österreichische Botschafter ins ungarische Außenministerium einberufen. Ferencvaros kündigte rechtliche Schritte gegen die Entscheidung an.

Die Rückweisung der Fans ist nicht das erste Mal, dass Anhänger von Ferencvaros bei Europacup-Partien in die Schlagzeilen geraten. In der Vergangenheit gab es immer wieder negative Berichte über bestimmte Teile der Fanbasis.

Die Situation wirft Fragen über die Sicherheitsmaßnahmen und die Behandlung ausländischer Fans in Österreich auf, insbesondere im Kontext von Europapokalspielen, bei denen internationale Rivalitäten und Sicherheitsbedenken zusammentreffen. Der Vorfall könnte zudem Auswirkungen auf die diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Ungarn haben, vor allem wenn sich die Berichterstattung über die Ereignisse intensiviert.

Die Reaktionen aus Ungarn und von Fanvertretern werden in den kommenden Tagen mit Spannung verfolgt werden müssen, da sie sowohl die Beziehung zwischen den beiden Ländern als auch die zukünftigen Begegnungen im europäischen Fußball beeinflussen könnten. In einem Klima, in dem die Sicherheit und die Behandlung von Auslandsfans immer kritischer geworden sind, könnte dieser Vorfall zu weiteren Diskussionen führen.

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