Apple widerspricht US-Kartellklage und warnt vor staatlichem Eingriff in Technologie

Juli 30, 2025 18:35
Apple widerspricht US-Kartellklage und warnt vor staatlichem Eingriff in Technologie

Apple weist Wettbewerbsbeschuldigungen der US-Regierung zurück

Apple sieht sich weder als Monopolist noch Wettbewerbsverzerrer. Durch die Kartellklage des Justizministeriums drohe staatliche Einflussnahme auf Technik.

Apple hat die Vorwürfe der Wettbewerbsverzerrung durch die US-Regierung entschieden zurückgewiesen. In der Klage des US-Justizministeriums wird dem Unternehmen vorgeworfen, ein illegales Monopol im Smartphone-Markt zu bilden. Apple beschreibt die Klage als „unbelegte Behauptungen“ und einen „Frontalangriff auf Apples gesamtes Geschäftsmodell“.

Die Klage, so Apple, schaffe einen „gefährlichen Präzedenzfall“ für staatliche Eingriffe in die Technologiebranche und verfolge das Ziel, eine Umgestaltung des Marktes durch das Gericht zu erzwingen. Apple betont, dass das Unternehmen weder ein Monopol bilde noch durch seine Produktentscheidungen den Wettbewerb lähme.

Vorwürfe zu „Performance-Smartphones“

Im vergangenen Jahr hatte das US-Justizministerium rechtliche Schritte gegen Apple eingeleitet und argumentiert, dass das Unternehmen ein illegales Monopol im „Performance-Smartphone-Markt“ errichtet habe. Diese Marktdefinition bezeichnet Apple als fiktiv, da eine Unterscheidung zwischen normalen Smartphones und Performance-Smartphones nicht der „wirtschaftlichen Realität“ entspreche. Apple hebt hervor, dass das Unternehmen in einem „ultrakompetitiven Markt“ agiert.

Alle von der Regierung angeführten Beispiele für wettbewerbsfeindliches Verhalten hat Apple zurückgewiesen. Das Unternehmen streite nicht nur, dass es sogenannte „Super-Apps“ unterdrücke, sondern auch, dass es Nutzer am plattformübergreifenden Messaging hindere.

Apple wehrt sich gegen regulatorische Eingriffe

Zusätzlich wendet sich Apple gegen Vorwürfe in Bezug auf Cloud-Gaming und die Bindung seiner NFC-Schnittstelle an Apple Pay. Auch wenn Apple bereits einige Änderungen umgesetzt hat, geschah dies nur unter dem Druck von Regulierern, einschließlich der EU.

Der Digital Markets Act zwingt Apple bereits dazu, den App Store zu öffnen. Auch in den USA hat Apple nun die Pflicht, Apps zuzulassen, die auf eigene Kaufmöglichkeiten hinweisen, und darf dafür keine Provisionen mehr verlangen. In beiden Regionen setzt sich das Unternehmen weiterhin gegen diese gesetzlichen Vorgaben zur Wehr.

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