Im Jahr 2012 wurde mit der Eröffnung des EKZ Thayapark in Waidhofen/Thaya ein bedeutender Schritt unternommen, um die städtische Einkaufslandschaft zu revitalisieren. Der Weg dorthin war jedoch alles andere als einfach.
WAIDHOFEN/THAYA. Anstelle des heutigen Einkaufszentrums lag zuvor das Ebenseer Areal, eine weitestgehend ungenutzte Fläche. EKZ-Betreiber Reinhold Frasl stellte schließlich eine Anfrage an die Stadtgemeinde, um das Areal für den neuen Zweck zu reaktivieren.
„Waidhofen war früher eine bedeutende Einkaufsstadt in der Region, doch mit der Zeit hat dies nachgelassen. Während man in benachbarten Bezirksstädten einkaufte, sah man viele Waidhofner Kennzeichen, was zu denken gab. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, kam die Idee auf, das Ebenseer Gelände wieder zu aktivieren“, berichtete Bürgermeister a.D. Diether Schiefer im Gespräch mit Welt Stimme.
„Natürlich gab es Widerstand. Die Anwohner hatten Bedenken, ebenso die Geschäftsinhaber in der Innenstadt. Die größere geplante Variante wurde letztendlich nicht realisiert. Ich konnte das Land NÖ überzeugen, den Standort zu genehmigen. Im Gemeinderat wurde das Grundstück nach langen Diskussionen gewidmet. Man darf nicht vergessen, dass auch andere Gemeinden in der Umgebung interessiert waren, was Waidhofen stark geschadet hätte. Betrachtet man heute das EKZ, so kann man von einem Erfolg sprechen“, so Schiefer weiter.
Im Jahr 2012 wurde der erste Teil des EKZ eröffnet, gefolgt von einer Erweiterung auf der gegenüberliegenden Straßenseite im Jahr 2023. Ein im Jahr 2024 in Betrieb genommener Eislaufplatz erhöht zudem die Attraktivität des Zentrums.
Arbeitsplätze geschaffen
„Mit rund 22.500 m² Verkaufsfläche und 30 Betrieben hat Waidhofen seine Rolle als Versorgungs- und Dienstleistungsstandort für den gesamten Bezirk und darüber hinaus nachhaltig gefestigt. Die Ansiedlung des EKZ hat zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen beigetragen und stärkt die regionale Kaufkraft. Aktuell finden dort 300 Beschäftigte einen Arbeitsplatz, und die Tagesfrequenz beträgt 2.500 bis 3.000 Fahrzeuge“, informiert Bürgermeister Josef Ramharter.
„Entscheidend wird sein, die Entwicklung des Handelsstandortes durch eine aktive Innenstadtpolitik und regionale Wirtschaftsförderung zu begleiten“, betont Ramharter.
Weiteres Wachstum steht bevor
Mit der Erweiterung des Betriebsgebietes Nord-West am „Karpfen-Kreisverkehr“ werden weitere Flächen von 27.000 m² für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen geschaffen. Ziel ist die Ansiedlung neuer Unternehmen sowie die Unterstützung bestehender Betriebe zur Sicherung und zum Ausbau von Arbeitsplätzen.
„Die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen, wie die neue Thayaparkstraße mit Anbindung zur B36 und der Kreisverkehr, wurden umgesetzt, um optimale Bedingungen für innovative Unternehmen zu schaffen“, schloss der amtierende Bürgermeister.
Darüber berichtet Welt Stimme.


