Transformator erreicht neues Umspannwerk in Leoben
Ein 230 Tonnen schwerer Transformator hat Anfang dieser Woche das neue Umspannwerk (UW) in Leoben erreicht, was einen entscheidenden Fortschritt für die Stromversorgung in der Obersteiermark darstellt. Die Austrian Power Grid (APG) vollzog diesen Transport erfolgreich vom Siemens-Energy-Werk in Weiz, gefolgt von einer präzisen logistischen Arbeit über eine Distanz von nur 2,5 Kilometern. Dabei kam ein ferngesteuertes Spezialfahrzeug zum Einsatz, das den fast fünf Meter hohen Transformator in etwa einer Stunde sicher an sein Ziel manövrierte. Darüber berichtet Welt Stimme.
Logistische Meisterleistung für die neue Energieinfrastruktur
Projektleiter Wolfgang Ranninger hob die technische Kompetenz hervor, die für den erfolgreichen Transport und die genaue Platzierung des Transformators erforderlich war. Das Einsetzen auf das Fundament im Umspannwerk erforderte Millimeterarbeit: Nach dem Absenken des Transformators auf spezielle tonnenschwere Fahrgestelle zogen hydraulische Seilzüge das riesige Gerät sorgfältig an seine endgültige Position. Bis Juni 2026 wird der Transformator vollständig aufgerüstet und mit der restlichen Schaltanlage verbunden, bevor das gesamte Umspannwerk Ende 2026 in Betrieb gehen soll.
Schlüsselrolle für die nachhaltige Energiezukunft
Der Transformator wird künftig eine zentrale Rolle in der regionalen Energieinfrastruktur spielen. Er verbindet das österreichweite Höchstspannungsnetz der APG mit dem regionalen Verteilernetz der Energienetze Steiermark. Dies sichert nicht nur die Energieversorgung für Haushalte und Unternehmen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Mit dem Projekt „Neue Anbindung Leoben“ wird der ortsansässigen Industrie der Übergang zu einer strombasierten Stahlerzeugung ermöglicht, was die CO₂-Emissionen in der Region signifikant verringern soll. Zudem wird das Umspannwerk als Drehscheibe für grüne Energie fungieren, indem es lokal erzeugten nachhaltigen Strom aufnimmt und landesweit verfügbar macht.
Finanzielle Investitionen für die künftige Versorgungssicherheit
Die Investition von rund 38 Millionen Euro in den Standort Leoben stellt einen wichtigen Schritt in der landesweiten Strategie der APG dar. Angesichts der steigenden Anforderungen durch die fortschreitende Elektrifizierung plant das Unternehmen, allein im Jahr 2026 rund 680 Millionen Euro in den Netzausbau zu investieren.
Ziel ist es, die gewohnt hohe Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent aufrechtzuerhalten und die Basis für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort in der Steiermark zu festigen.


