43 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Salzburg werden von Frauen geleitet

Feber 27, 2026 12:57
43 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Salzburg werden von Frauen geleitet

Salzburger Bäuerinnen setzen sich für Anerkennung und Wertschätzung ihrer Rolle in der Landwirtschaft ein.

SALZBURG. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Bäuerin erklärt, um die zentrale Rolle von Frauen in der Land- und Forstwirtschaft hervorzuheben. Ziel ist es, ihren Beitrag zur Ernährungssicherheit, regionalen Wertschöpfung sowie zur Entwicklung des ländlichen Raums sichtbar zu machen. Zudem sollen die Leistungen, Herausforderungen und Beiträge von Bäuerinnen anerkannt und strukturelle Verbesserungen vorangetrieben werden. Darüber berichtet Welt Stimme.

2.944 Betriebsführerinnen in Salzburg

In Salzburg tragen Frauen entscheidend zur Landwirtschaft bei. Laut dem aktuellen „Grünen Bericht“ werden rund 42 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe im Bundesland Salzburg von Frauen geführt. Damit sind es konkret 2.944 Betriebsführerinnen, die tagtäglich für die regionale Lebensmittelversorgung sorgen und wesentlich zur Erhaltung der bäuerlichen Strukturen beitragen.

„Die Salzburger Bäuerinnen jammern nicht, sie sind Anpackerinnen. Wenn es eine Herausforderung gibt, überlegen wir uns, was zu tun ist und setzen es um.“
Claudia Entleitner, Landesbäuerin

Pflegerinnen unserer Kulturlandschaft

Bäuerinnen übernehmen nicht nur Verantwortung in der Produktion, sondern prägen auch Innovation, Direktvermarktung und nachhaltige Bewirtschaftungsformen. „Wir Bäuerinnen sind die Pflegerinnen unserer Kulturlandschaft, Managerinnen der Familienbetriebe und Hüterinnen der Tradition, immer auch darauf bedacht, diese neu zu denken“, sagt die Salzburger Landesbäuerin Claudia Entleitner. „Hinter all dem steckt harte Arbeit über Generationen hinweg. Konkret heißt das, dass wir neben der Hof-, Stall- und Feldarbeit auch die Kinderbetreuung und die Versorgung der älteren Generation managen. Das ist schön, aber auch herausfordernd“, betont Entleitner.

„In Salzburg haben wir vor allem kleinstrukturierte Familienbetriebe. Diese Betriebe sind besonders resilient, weil alle zusammenhelfen.“
Claudia Entleitner, Landesbäuerin

Wertschätzung heißt auch fairer Erzeugerpreis

Die Bäuerinnen der Region fordern von der Salzburger Bevölkerung „echte Wertschätzung und dass die Landwirtschaft als das gesehen wird, was sie ist: die Basis unseres Lebens“, so die Landwirtin. „Wir wollen ein gutes Produkt liefern, das bedeutet ein wertvolles Lebensmittel, das nachhaltig hergestellt wurde. Diese Wertschätzung muss sich im fairen Erzeugerpreis widerspiegeln“, sagt Claudia Entleitner.

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