Arbeitslosigkeit im Bezirk Schärding steigt im August 2026 erheblich
Im Bezirk Schärding stieg die Anzahl der Arbeitslosen Ende August 2026 auf 1.090 Personen, ein Anstieg von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. AMS-Leiter Harald Slaby führt diesen Anstieg auf die anhaltende Konjunkturflaute zurück.
Das AMS Schärding verzeichnet 1.090 Arbeitslose sowie 234 Schulungsteilnehmer. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um 139 Personen, der deutlich über dem Trend in anderen Bezirken liegt. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,4 Prozent und liegt damit unter dem oberösterreichischen Durchschnitt von 5,3 Prozent sowie dem bundesweiten Schnitt von 7,2 Prozent.
Insbesondere die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen verzeichnet den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 26,5 Prozent. Bei den über 60-jährigen Frauen liegt der Anstieg sogar bei 75 Prozent. Branchenmäßig trifft es vor allem den Handel mit einem Anstieg von 27 Personen und Büroberufe mit 32 zusätzlichen Arbeitslosen.
Die Arbeitslosigkeit variiert stark zwischen den Gemeinden im Bezirk. In der Stadt Schärding liegt die Arbeitslosenrate bei 200 Personen, was einem Zuwachs von 14,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Einzelne Gemeinden zeigen jedoch erhebliche Ausreißer: In Waldkirchen verdoppelt sich die Zahl der Arbeitslosen auf 14, während Brunnenthal einen Anstieg um 75,9 Prozent von 22 auf 51 Arbeitslose erlebt. Im Gegensatz dazu verzeichnen Enzenkirchen und Esternberg Rückgänge von 19,4 beziehungsweise 28,1 Prozent.
Harald Slaby erklärt, dass von Juli 2025 bis April 2026 die Arbeitslosigkeit im Bezirk gesunken war, was gegen den allgemeinen Trend stand. Üblicherweise gibt es in den Sommermonaten einen leichten Anstieg wegen befristeter Entlassungen. Der aktuelle Rückgang überrascht Slaby in seiner Intensität für diese Jahreszeit und sei ein Indikator für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in bestimmten Branchen.
Einordnung
Die deutliche Zunahme der Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Erwachsenen und älteren Frauen, ist ein alarmierendes Signal für die regionale Wirtschaft. Die Auswirkungen sind durch steigende Zahlen in einzelnen Städten und Gemeinden sichtbar, was zu einer verstärkten Notwendigkeit für gezielte Unterstützungsmaßnahmen führt.


