Beruf und Familie erfolgreich vereinen: Starke Frauen aus St. Veit zeigen Wege zum Erfolg

März 4, 2026 07:47
Beruf und Familie erfolgreich vereinen: Starke Frauen aus St. Veit zeigen Wege zum Erfolg

Claudia Widowitz und Petra Pobaschnig zeigen, wie Frauen Beruf und Familie erfolgreich vereinbaren können.

BEZIRK ST. VEIT. In der heutigen Zeit stehen viele Frauen oft vor der Herausforderung, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Zwei bemerkenswerte Frauen aus dem Bezirk St. Veit – Claudia Widowitz, Geschäftsführerin des Autohauses Elsenbaumer in Gurk, und Petra Pobaschnig, selbstständige Landwirtin sowie Obfrau des Genusslandes Kärnten und der bäuerlichen Direktvermarkter – sind Paradebeispiele für eine gelungene Balance zwischen Karriere und Mutterschaft. Darüber berichtet Welt Stimme.

„Für Frauen damals nicht üblich“

Claudia Widowitz ist seit 1987, als Tochter des Unternehmensgründers Manfred, im Familienbetrieb tätig und hat frühzeitig Erfahrungen in der Geschäftswelt gesammelt. Als junge Mutter sah sie sich der Herausforderung gegenüber, Beruf und Familie zu vereinbaren. „Eigentlich wollte ich nie Autos verkaufen, weil das damals für Frauen einfach nicht üblich war“, erinnert sich Widowitz. Dennoch hat sie sich in der Branche bewährt, vom Ersatzteillager über die Administration bis hin zum Verkauf. Im vergangenen Jahr übernahm sie gemeinsam mit ihren Söhnen Dominik und Jan die Geschäftsführung von ihrem Bruder Robert Elsenbaumer.

Gemeinsam möglich

Obwohl Claudia Widowitz in das Familienunternehmen hineingewachsen ist, waren die beruflichen und familiären Herausforderungen beträchtlich. „Als Frau und Mutter hat man immer die Herausforderung, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen,“ erklärt sie. Sie und ihr Mann teilen sich die Haushaltsaufgaben gleichmäßig und haben gemeinsam drei Söhne großgezogen. Sie stellt jedoch fest, dass trotz aller Bemühungen von Seiten der Väter gewisse Aufgaben häufig an den Müttern hängenbleiben.

Organisationstalente

Im Autohaus Elsenbaumer arbeiten etwa gleich viele Frauen wie Männer. Widowitz versucht als Geschäftsführerin, ihre Mitarbeiter entsprechend ihrer Stärken einzusetzen, unabhängig von ihrem Geschlecht. „Was wir in den vielen Jahren jedoch festgestellt haben, ist, dass Frauen im Ersatzteillager oft besser zurechtkommen“, teilt sie mit. „Das mag daran liegen, dass Frauen Beruf und Familie leichter organisieren können.“ Sie ermutigt Frauen: „Egal vor welcher Aufgabe man steht, egal ob Mann oder Frau: Ärmel hochkrempeln und tun. Wir brauchen vor nichts Angst zu haben und können alles erreichen, was wir wollen.“

Teamwork

Petra Pobaschnig ist leidenschaftliche Landwirtin, Mutter von drei Kindern und aktuell Obfrau des Genusslandes Kärnten sowie der bäuerlichen Direktvermarkter in Kärnten. Nach der Karenzzeit stand sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd vor einer großen Entscheidung: „Entweder geht einer von uns arbeiten oder wir lassen uns etwas einfallen, um gemeinsam von der Landwirtschaft leben zu können,“ erzählt sie. So kamen sie auf die Idee, Ziegen in ihren Betrieb einzuführen, wobei Bernd sich um die Kühe und Petra um die Ziegen kümmerte. „Mir war von Anfang an wichtig, dass ich meinen eigenen Teil zum Erfolg beitrage und auch daraus schöpfen kann,“ sagt Pobaschnig.

Gemeinsam zum Erfolg

Die Familie unterstützte Petras Träume und nach einem unerwarteten Umstand, bei dem ihr Mann eine Milchunverträglichkeit entwickelte, entstand das Krappfelder Eis vom Bauernhof. Ursprünglich aus Ziegenmilch hergestellt, begannen sie bald, auch Eis aus Kuhmilch zu produzieren. Die Idee erwies sich als erfolgreich, sodass sie letztlich die Ziegenhaltungen aufgaben und die Ziegenmilch von einer benachbarten Bäuerin beziehen.

„Den Mut haben, den eigenen Weg zu gehen“

Pobaschnig ist in vielen Funktionen in ganz Kärnten aktiv, bleibt jedoch auch der Landwirtschaft treu. Sie erklärt, wie sie all ihre Aufgaben in Einklang bringt: „Ich bin da ja hineingewachsen, unsere Kinder sind erwachsen und ich habe gelernt, Aufgaben zu delegieren.“ Sie genießt es, in ganz Kärnten unterwegs zu sein und lokale Landwirte auf ihrem Weg zu Regionalität und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Ihr Appell an Frauen ist klar: „Frauen sollen sich trauen, selbstständig zu sein und den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Gleichstellung im Hotel & Therme NOVA: 73 Prozent Frauen im Team, 65 Prozent in Führungspositionen
Vorheriger artikel

Gleichstellung im Hotel & Therme NOVA: 73 Prozent Frauen im Team, 65 Prozent in Führungspositionen

Gesunde Betriebe im Bezirk Perg erhalten das Gütesiegel 2026-2028 von der ÖGK
Nächster artikel

Gesunde Betriebe im Bezirk Perg erhalten das Gütesiegel 2026-2028 von der ÖGK

Nicht verpassen