Unmut über E-Oldtimer und Fahrrad-Taxis in Wien
WIEN/INNERE STADT. Das Bezirksparlament hat in seiner jüngsten Sitzung einen Antrag beschlossen, der Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) auffordert, gegen Missstände durch Fahrrad-Taxis („Faxis“) und touristische Gefährte mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h vorzugehen. Bis auf eine Gegenstimme von der FPÖ stimmten alle Fraktionen für den Antrag.
Die Verkehrs- und Wirtschaftskommission führte an, dass Faxis und E-Oldtimer insbesondere im Stephansplatz- und Kärntner Straße-Bereich Fußgänger sowie den Fahrzeugverkehr behindern. Faxis seien dort zunehmend anstelle der früheren Mozart-Ticketverkäufer präsent.
Bezirksrat Gregor Raidl (ÖVP) wies auf mögliche Sicherheitsmängel bei E-Oldtimern und Faxis hin. Er forderte klare Regeln und Kontrollen, da Fahrzeuge ohne Kennzeichen und Versicherungsschutz den Verkehr behindern. „Die Stadt muss handeln, und die Verkehrssituation ist dringend zu verbessern“, so Raidl.
Auch Branchenvertreter wie Kurt Gratt, Betreiber von E-Oldtimer Tours Wien, unterstützen strengere Regeln und fordern verbindliche Standards, darunter Versicherungspflichten und Geschwindigkeitslimits. Gratt betonte die Notwendigkeit der Durchsetzung dieser Regeln und kritisierte die pauschale Ablehnung der Branche durch die Politik.
Die Problematik sei bereits den zuständigen Stellen bekannt, doch die gesetzlichen Änderungen müssten auf Bundesebene erfolgen. Die Stadt Wien fordert eine Novellierung der Gewerbeordnung und des Gelegenheitsverkehrsgesetzes, um klare Rahmenbedingungen für die Branche zu schaffen.
Einordnung
Die neuen Regelungen könnten künftig für eine bessere Kontrolle und Sicherheit im Bereich der E-Oldtimer und Fahrrad-Taxis sorgen. Diese Veränderungen sind relevant, um den Verkehr zu entlasten und faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten. Voraussetzung dafür ist eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene.


