Öl- und Spritpreise steigen erneut aufgrund des Iran-Kriegs
Die Eskalation im Iran-Krieg hat zu einem signifikanten Anstieg der Öl- und Spritpreise geführt. Der Preis für Brent-Rohöl lag am Donnerstagnachmittag bei über 100 Dollar (87,7 Euro) pro Barrel.
Am Mittwoch betrugen die Dieselpreise im österreichweiten Median 2,009 Euro pro Liter, während Benzin mit 1,878 Euro pro Liter notiert wurde. Im Vergleich dazu lag der Preis für Diesel am Vortag bei 1,989 Euro, während Benzin 1,864 Euro kostete. Die Preispolitik wird erneut in der Regierung diskutiert, um eine mögliche Ausweitung der Spritpreisbremse zu erörtern.
Vor dem Beginn des Iran-Kriegs im Februar betrugen die Medianpreise für Benzin 1,52 Euro pro Liter und für Diesel 1,57 Euro. Ende März, während des Höhepunkts des Preisanstiegs, lagen diese bei etwa 1,9 Euro für Benzin und rund 2,2 Euro für Diesel. Eine im April eingeführte Spritpreisbremse hat sich in den folgenden Monaten verringert, wodurch die Mineralölsteuer für Juli nur noch 0,8 Cent pro Liter beträgt.
Die jüngsten Preiserhöhungen haben zu verstärkten Forderungen nach einer neuen Spritpreisbremse geführt. Angela Pfister, eine Ökonomin, wies auf die negativen Auswirkungen der hohen Energiepreise auf die Wirtschaft hin. Jürgen Roth, Obmann des Fachverbands Energiehandel in der WKO, betonte, der Staat profitiere erheblich von den hohen Spritpreisen, und dass Preisänderungen sich verzögert auf die Verbrauchenden auswirken.
Einordnung
Die erneuten Preiserhöhungen zeigen eine direkte Verbindung zwischen den geopolitischen Spannungen im Iran und den Preisen für Rohöl sowie Kraftstoffe. Diese Entwicklung könnte weitere politische Reaktionen und Anpassungen bei den Maßnahmen zur Preisregulierung nach sich ziehen, die für viele Konsumenten und Unternehmen von hoher Relevanz sind.


