CA Immo rutscht in die Verlustzone im ersten Halbjahr
Das börsennotierte Immobilienunternehmen CA Immo verzeichnete im ersten Halbjahr einen Verlust von 1,4 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen einen Gewinn von 31,3 Millionen Euro erzielt.
Der Rückgang des nachhaltigen Ergebnisses (FFO I) betrug 11,7 Prozent und belief sich auf 55,6 Millionen Euro. CA Immo gab an, dass geringere Mieteinnahmen und hohe Zinsen zu dem Fehlbetrag beigetragen haben.
Die Mieterlöse sanken auf 104,8 Millionen Euro, was einem Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 entspricht. Dies spiegelte sich insbesondere im verkleinerten Portfolio wider, das aufgrund umfangreicher Immobilienverkäufe entstand. Zusätzlich belastete eine marktbedingte Wertberichtigung der Immobilien mit minus 53,7 Millionen Euro das Ergebnis.
Geschäftsführer Keegan Viscius bezeichnete das Marktumfeld als „schwierig“ und verwies auf wirtschaftliche Unsicherheiten sowie hohe Zinsen. Dennoch betonte er die „stabile operative Leistung“ des Unternehmens, das eine Vermietungsquote von 94 Prozent hält und seine operative Effizienz durch gesunkene Aufwendungen verbessert hat.
Zum 30. Juni 2026 betrug das gesamte Immobilienvermögen von CA Immo rund 4,4 Milliarden Euro, nach 4,7 Milliarden Euro Ende 2025. Das Unternehmen kündigte zudem die Fertigstellung von drei Entwicklungsprojekten in Berlin in den Jahren 2026 und 2027 an, die positive Auswirkungen auf zukünftige Ertragskennzahlen haben sollen.
Einordnung
CA Immo steht vor anhaltenden Herausforderungen durch geopolitische Spannungen, Inflation und wechselnde Anlegerpräferenzen. Die Fähigkeit des Unternehmens, trotz dieser Widrigkeiten eine hohe Vermietungsquote zu halten und in seinem Kerngeschäft zu stabilisieren, wird entscheidend für seine zukünftige Marktposition sein.


