FH Wiener Neustadt entwickelt schonendere Therapien gegen Krebs in Niederösterreich

August 27, 2026 06:12
FH Wiener Neustadt entwickelt schonendere Therapien gegen Krebs in Niederösterreich

Kompetenzzentrum für Präklinische Bildgebung und Medizintechnik in Wiener Neustadt

WIENER NEUSTADT. Das Kompetenzzentrum für Präklinische Bildgebung und Medizintechnik der FH Wiener Neustadt ist eine bedeutende Forschungsstätte in Niederösterreich. Es fokussiert sich auf innovative Ansätze zur Früherkennung von Tumoren und zur personalisierten Präzisionsstrahlentherapie.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „In Niederösterreich wissen wir, dass wir uns nur mit Innovation, Forschung und dem Fokus auf Hightech im internationalen Wettbewerb behaupten können. Die Forschung am Kompetenzzentrum fördert die Entwicklung onkologischer Behandlungsmethoden und eröffnet neue Möglichkeiten zur Therapie von Patientinnen und Patienten.“

Das Kompetenzzentrum setzt auf eine internationale Top-Infrastruktur, darunter ein Ultra-Hochfeld-Mikro-MRT, um anwendungsnahe Forschungsarbeiten in Biomedizin, Strahlenbiologie und medizinischer Strahlenphysik voranzutreiben. Ziel ist eine präzisere Diagnostik und die Entwicklung individuell abgestimmter Krebstherapien, deren Ergebnisse zeitnah in die medizinische Praxis integriert werden sollen. Mikl-Leitner fügt hinzu: „Das Zentrum ist ein eindrucksvolles Beispiel für die erfolgreiche Verknüpfung von Forschung, Ausbildung und wirtschaftlicher Verwertung.“

Forschungsprojekte im Fokus

In verschiedenen Projekten werden nicht nur strukturelle Merkmale von Tumoren untersucht, sondern auch deren biologische Eigenschaften. Im Rahmen des Forschungsprojekts PAIR (Pre-clinical Ion Beam Research) kommen Protonen und Kohlenstoff-Ionen zum Einsatz. Diese Teilchen können ihre Energie gezielter im Tumor abgeben und belasten gesundes Gewebe weniger als herkömmliche Röntgenstrahlen.

Markus Zeilinger, Leiter des Kompetenzzentrums, erklärt: „Mit dem Projekt PAIR erweitern wir das Wissen über die biologische Wirkung von Ionenstrahlen und schaffen die Grundlage für schonendere Krebstherapien.“

Helmut Miernicki, Geschäftsführer von ecoplus, hebt hervor: „Der ecoplus Technopol Wiener Neustadt ist ein wichtiger Impulsgeber für moderne und ressourcenschonende Technologien. Die FH Wiener Neustadt ist ein starker Partner in unserem Netzwerk.“

Einordnung

Die Forschungsaktivitäten am Kompetenzzentrum könnten die Grundlagen für innovative, weniger invasive Krebstherapien legen. Durch den verstärkten Einsatz von Ionenstrahlen wird die Möglichkeit geschaffen, gesunde Gewebe zu schonen und die Wirksamkeit von Therapien zu erhöhen, was für die Zukunft der Onkologie von großer Bedeutung ist.

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