Budgetdiskussion in Horn: Christoph Badelt fordert Reformen
Über den Dächern von Horn diskutierte Christoph Badelt beim Campus-Event der Volksbank die angespannten Budgets und Wege, sie zu retten. Mit klaren Analysen und Appellen an die Politik zeigte er, wie Strukturreformen und kluge Förderungen Zukunftschancen sichern. Darüber berichtet Welt Stimme.
STADTGEMEINDE HORN. Der Campus Horn diente als Plattform für die wirtschaftliche Standortbestimmung: Auf Einladung der Volksbank Horn und des Wirtschaftsforums Waldviertel referierte Fiskalrats-Präsident Christoph Badelt über die kritische Situation der öffentlichen Finanzen und die Notwendigkeit nachhaltiger Lösungen. Der Abend verdeutlichte die aktuellen Herausforderungen und Chancen für Politik, Wirtschaft und Region.
Wolfgang M. Weidinger, Regionaldirektor der Volksbank Horn, eröffnete die Veranstaltung und hob die Rolle der Regionalbank als verlässlichen Partner der Wirtschaft hervor. In Zusammenarbeit mit Vorstandsdirektor Gerald Fleischmann betonte er, wie wichtig Vertrauen und persönliche Kundenpartnerschaften in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind. „Vertrauen lässt sich nicht digitalisieren“, stellte Weidinger fest, „die Nähe zu den Menschen bleibt der Kern unseres Geschäftsmodells.“
Christof Kastner, Obmann des Wirtschaftsforums Waldviertel, wies auf die Verantwortung des Netzwerks mit rund 190 Mitgliedsbetrieben und circa 10.000 Arbeitsplätzen hin. Die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, darunter Bürgermeister Gerhard Lentschig, Bezirksvorsteher Stefan Grusch und andere führende Akteure aus der Politik, illustriert das große Interesse an den Themen des Abends. Kastner unterstrich: „Wenn es der Region gut geht, geht es auch den Unternehmen gut.“ Der Abend bot zahlreiche Impulse für die wirtschaftliche Zukunft der Region Horn.
Badelt lieferte eine prägnante Analyse der finanziellen Lage und forderte die Politik auf, zügige Strukturreformen zu realisieren. Er warnte, dass die bloße Einhaltung der EU-Fiskalregeln nicht ausreiche, um den notwendigen finanziellen Spielraum für zukünftige Investitionen zu schaffen. Besonders betonte er die Dringlichkeit einer umfassenden Reform des Förderwesens, um Doppelgleisigkeiten und Mitnahmeeffekte zu vermeiden. Seine zentrale Botschaft lautete: „Keine Maßnahme ohne Gegenfinanzierung.“


